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Samstag, 24 September 2022

Ihr letzter Wille

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Sorgen Sie für Klarheit

Deutschland gilt als ein Land der Erbengeneration, darum sollte man sich mit dem Thema Erbrecht zu Lebzeiten auseinandersetzen. Um Streitigkeiten um das Erbe zu vermeiden, ist in der Regel ratsam, ein Testament zu verfassen. Sofern kein Testament vorhanden ist, gilt die gesetzliche Erbfolge. Diese sieht als Erben grundsätzlich nur Blutsverwandte, abgestuft nach dem Verwandtschaftsgrad, vor. Daneben ist auch der Ehepartner bzw. der eingetragene Lebenspartner erbberechtigt. Ist die Ehe zum Todeszeitpunkt geschieden, erbt der Ex-Ehepartner nichts mehr.

Ein Testament kann man sowohl handschriftlich, als auch vor einem Notar errichten – beide Testamentsformen sind gleichwertig. Ganz wichtig ist die Unterschrift, da ein Testament ohne diese ungültig ist. Auch dürfen Ort und Datum nicht fehlen. Ratsam ist es ebenso, die Überschrift mit „Mein letzter Wille“ oder „Testament“ zu verfassen, damit das gültige Testament nicht mit einem Entwurf verwechselt wird. Gibt es mehrere gültige Testamente mit unterschiedlichen Inhalten, so gilt immer das zeitlich zuletzt verfasste. Ratsam ist es, damit das Testament im Todesfall auch auffindbar ist, dieses beim Nachlassgericht zu hinterlegen.

Eine oft genutzte Möglichkeit für Ehepaare mit Kindern ist das sogenannte Berliner Testament. Hier setzen sich Verheiratete oder Lebenspartner zunächst gegenseitig als Alleinerben ein und bestimmen gemeinsam, an wen der gesamte Nachlass nach dem Tod des zuletzt Verstorbenen fallen soll.

Beim Verfassen eines Testaments gilt es ebenso, die Pflichtteilsrechte bedenken. Werden Kinder, Ehegatten oder Eltern, die nach der gesetzlichen Erfolge erben würden, in einem Testament nicht berücksichtigt, so steht diesen ein Pflichtteilsanspruch gegen die im Testament bestimmten Erben zu.

Mustertestamente findet man im Internet, aber Achtung: Ein mit dem Computer geschriebenes und lediglich unterschriebenes Testament ist unwirksam. In der Regel ist es ratsam, sich bei der Abfassung des letzten Willens anwaltschaftliche und/oder notarielle Beratung zu holen.

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