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Montag, 27 Juni 2022
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Trennung & Scheidung

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Das Kindeswohl sollte im Focus stehen

Das Familienrecht ist ein Teilgebiet des Zivilrechts, bei dem es im Wesentlichen um Regelungen rund um die Ehe und die Familie geht, aber auch um Betreuungen und Vormundschaften.

Im Falle einer Trennung bzw. Scheidung von Eheleuten ist es wichtig, eine möglichst für alle Parteien gütliche Lösung zu finden, vor allem wenn minderjährige Kinder betroffen sind. Dabei spielt in vielen Fällen auch der wirtschaftliche Aspekt von Unterhaltszahlungen eine große Rolle. Kindesunterhalt steht demjenigen zu, bei dem das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat, also bei dem es hauptsächlich wohnt. Der Unterhalt ergibt sich aus sich nach der Düsseldorfer Tabelle, welche zum 01. Januar 2022 aktualisiert wurde. Die Höhe des Unterhalts bestimmt sich nach dem Alter des Kindes und nach dem jeweiligen Einkommen des Unterhaltspflichtigen. Der Mindestunterhalt für ein Kind bis zum 6. Lebensjahr beträgt derzeit 286,50 Euro (Zahlbetrag). Es ist hierbei zu beachten, dass das hälftige Kindergeld auf den Unterhalt angerechnet wird. Aber auch volljährige Kinder haben noch einen Unterhaltsanspruch gegenüber ihren Eltern, wenn sie sich z.B. in der Ausbildung befinden oder studieren. Die Düsseldorfer Tabelle findet man im Internet z.B. unter www.olg-duesseldorf.nrw.de.

Zum Wohle der gemeinsamen Kinder ist es im Falle einer Trennung bzw. Scheidung auch wichtig, eine Lösung zu finden, wie sich das Umgangsrecht gestalten soll. Grundsätzlich bleiben nach einer Scheidung oder Trennung in der Regel beide Elternteile sorgeberechtigt. Die Übertragung der alleinigen Sorge auf einen Elternteil kommt meist nur dann in Betracht, wenn es dem Kindeswohl dient und die Eltern keinerlei gemeinsame Kommunikation führen können. Bevor die alleinige Sorge einem Elternteil übertragen wird, finden fast immer Gespräche mit dem zuständigen Jugendamt statt, das stets darauf bedacht ist, eine insbesondere für das Kind einvernehmliche Lösung zu finden. Hier spielen die Belange des Kindes je nach Alter eine Rolle. Allerdings sollten die Eltern auch im Hinblick auf das Kindeswohl versuchen, den Umgang mit dem anderen Elternteil zu fördern und zu ermöglichen. Wenn sich die Eltern einig sind, muss das Umgangsrecht nicht unbedingt gerichtlich geregelt werden.

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