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Dienstag, 18 Januar 2022

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Leinöl − das heimische Superfood

„Leinöl und Quark machen den Lausitzer stark.“ Nicht nur Menschen in Brandenburg wissen, dass in dem heimischen Superfood Leinöl eine Menge Power steckt. Die Kulturpflanze Gemeiner Lein, auch Saat-Lein oder Flachs genannt, wurde schon im Altertum zur Ölgewinnung und Faserherstellung angebaut und ist damit eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Bereits die Ägypter wickelten ihre verstorbenen Pharaonen in Leinentücher. Auch in Deutschland wurde neben Wolle die Bedeutung der Leinenstoffe erst ab dem 19. Jahrhundert allmählich von Baumwolle und später Kunstfasern abgelöst.

Lein bevorzugt karge, eher sandige Böden. Eine Düngung ist folglich nicht nötig. Der Anbau spielt jedoch in Deutschland keine große Rolle mehr. Traditionell wird Faserlein in Europa vor allem in Belgien angebaut, weil die berühmte Brüsseler Spitze aus Leinen hergestellt wird.  Heute erlebt der Lein vor allem als Heilpflanze und gesundes Superfood eine Renaissance. Die in den Leinsamen enthaltenen Schleimstoffe quellen im Darm auf und unterstützen damit die Verdauung. Beim Verzehr von Leinsamen sollte darauf geachtet werden, genügend Wasser zu trinken.

Österreichischer Lein am Burgberg Velburg. Foto: Johanna Bär

Der Ölgehalt in den Samen beträgt 30 bis 50%. Mit 50 bis 70% stellt die ungesättigte α-Linolensäure, die zu den essentiellen Omega-3-Fettsäuren gehört, die Hauptfettsäure dar. Diese sind als Bestandteil der menschlichen Ernährung besonders wichtig, weil sie vom Körper nicht selbst gebildet werden können. Leinöl ist damit das Pflanzenöl mit dem höchsten Anteil dieser gesunden Fette. Auf Grund seiner schnellen Verderblichkeit sollte Leinöl im Kühlschrank gelagert und innerhalb weniger Wochen verbraucht werden. Die wertvollen Inhaltstoffe bleiben am besten in der kalten Küche erhalten, wie im Salat oder eben im berühmten Lausitzer Gericht mit Quark und Pellkartoffeln.

Eine andere Art in der weltweitverbreiteten Familie der Leingewächse ist der Österreichische Lein. Er wurde früher auch zur Flachsherstellung verwendet. Auf dem Magerrasen am Burgberg in Velburg ist die in Deutschland gefährdete und besonders geschützte Art im Sommer ein schöner blauer Farbtupfer.

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