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Dienstag, 16 April 2024

Wo gehobelt wird…

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Zum „Tag des Schreiners“ präsentiert sich der Beruf mit seinen modernen Facetten

Natürlich gehören zum Handwerkszeug des Schreiners nach wie vor Hammer und Säge, um den Werkstoff Holz in gewünschte Formen zu bringen – die mit 3D-Software gesteuerte Präzisionsfräse aber in vielen Fällen auch! Wie stark dieser Beruf Tradition und digitale Arbeitstechniken verbindet, zeigt die Branche unter anderem am diesjährigen „Tag des Schreiners“. Am 5. und 6. November  öffnen zahlreiche Betriebe in Bayern ihre Werkstätten und Fertigungshallen und laden zu Führungen, Workshops und „Blicken hinter die Kulissen“.

Die Öffentlichkeit kann sich ein Bild davon machen, wie das jahrhundertealte Handwerk im Jahr 2022 praktiziert wird. Dabei gilt im streng wortwörtlichen Sinne „Wo gehobelt wird, fallen Späne“ – trotz Einsatz modernster Technik ist der Beruf des Schreiners nach wie vor kein „steriler“ Schreibtisch- bzw. Bürojob, sondern eine Tätigkeit, welche auch Anpacken erfordert. Gerade mit fortschreitender Karriere und z.B. einem Meistertitel können sich die Schwerpunkte hier übrigens spürbar verschieben. Bevor überhaupt „gehobelt wird“, ist aber genaue Planung und somit Köpfchen gefragt – und nicht selten auch Kreativität. Wer sich im Internet auf den Präsentationsplattformen der Innungen umsieht, bekommt durchaus den Eindruck: Schreiner bzw. Tischler sind „Problemlöser“ und realisieren teilweise komplexe Ideen als Unikate mit dem Rohstoff Holz.

Foto: stylephotographs/123RF.com

Bei Kundenaufträgen geht es z.B. um die Kreation exklusiver Bareinrichtungen im Vintage-Stil, den Möbelbau aus wiederverwendetem Sperrmüll oder die Herstellung langlebiger Küchenzeilen. Natürlich: Die Fachbetriebe sind unterschiedlich ausgerichtet und nicht selten auf bestimmte Gebiete spezialisiert – die Lehre ist jedoch offiziell so vielfältig ausgelegt, dass Schreiner nach der Ausbildung in einer Vielzahl von Unternehmen tätig werden können. Dabei befinden sie sich wortwörtlich immer „auf dem Holzweg“ – und wer kann heutzutage schon behaupten, mit einer Ressource zu arbeiten, die zwar am Markt phasenweise knapp sein mag, aber dennoch nie komplett verbraucht ist, da sie nachwächst…

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