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Freitag, 19 April 2024
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Der Bewerbungscountdown läuft

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Bei der Ausbildungsplatzsuche sollte jetzt keine Winterpause eingelegt werden

Vor den bayerischen Schülern liegen die Winterferien. So mancher mag vielleicht den Vorsatz gefasst haben, auch in dieser Zeit etwas für die Schule zu tun – womöglich weil das darauffolgende Halbjahr mit Abschlussprüfungen aufwartet. Dass dieser Artikel nun auch noch empfiehlt, in den Weihnachtsferien Bewerbungen zu schreiben, mag bei einigen für genervtes Augenrollen sorgen. Ganz unberechtigt ist der Vorschlag aber nicht. Tatsächlich läuft in vielen Firmen der Bewerbungscountdown schon jetzt – teilweise ist er sogar bereits abgelaufen!

Es gibt keine festgeschriebenen Fristen, wann Unternehmen auf Bewerbersuche für das folgende Ausbildungsjahr gehen, jeder Betrieb hat eigene Zeitpläne. Im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich aber gezeigt: Gerade große Unternehmen, darunter z.B. viele Banken und Versicherungen, haben sehr aufwändige Verfahren, um Auszubildende zu finden – deshalb beginnen sie damit oft schon unmittelbar nach dem Start des vorangegangenen Lehrjahres, in Einzelfällen sogar noch früher. Eine in den Weihnachtsferien verschickte Bewerbung kann hier tatsächlich schon „zu spät“ kommen – zumindest für Ausbildungen, die 2024 beginnen sollen. Kleinere und mittelständische Unternehmen kümmern sich hingegen oft erst einige Monate vor dem Beginn des Ausbildungsjahres um die Bewerbersuche. Eine klare Faustregel gibt es wie bereits erwähnt nicht – und selbst in Unternehmen, welche sich früh um Azubis bemühen, können aus unterschiedlichen Gründen Lehrstellen unbesetzt bleiben.

Dennoch macht es Sinn, wenn Schulabgänger in spe die Zeit zwischen den Jahren nutzen, sich um Bewerbungen zu kümmern. Dass dabei noch nicht die aktuellen Halbjahres- bzw. Abschlusszeugnisse vorliegen, ist kein Beinbruch – den Personalverantwortlichen ist dieser Umstand bewusst. Man sollte beim Bewerbungsschreiben konzentriert zur Sache gehen, gerade wenn man noch keine große Erfahrung oder Routine darin hat. Wenn erst der „Prüfungsstress“ im letzten Schulhalbjahr einsetzt, hat man vermutlich keinen klaren Kopf für richtungsweisende Fragen, die man (auch sich selbst) bei Bewerbungen ehrlich beantworten sollte – zum Beispiel: Warum will ich in dieser Branche tätig werden und warum bei diesem Unternehmen? Und nicht zuletzt gestattet eine ruhigere Sekunde zwischen den Jahren vielleicht auch, einige Schreibfehler auszumerzen, die ansonsten mitgesandt werden und für kritische “Personaler“ ein Grund sein können, den Kandidaten nicht zum Vorstellungsgespräch einzuladen.

Gleichzeitig sei an dieser Stelle aber auch eine freundliche Empfehlung an Personalentscheider ausgesprochen: Bei der Azubisuche sollte natürlich nichts übers Knie gebrochen werden! Wenn junge Menschen aber mit frühzeitigen, prinzipiell „einwandfreien“ Bewerbungen das Verfahren erleichtern, sollten Unternehmen, welche sich final entschieden haben, die ausgeschiedenen Kandidaten zeitnah darüber informieren. Das ist nur fair – denn keiner hängt schließlich gerne in der Luft.

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