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Mittwoch, 19 Juni 2024
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Ist die Zukunft schwebend?

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Förderverein Wirtschaft für die Metropolregion tagte in Sengenthal

Die Aufmerksamkeit aller zieht eine fahrerlose Magnetschwebebahn auf sich, welche geräuschlos am Fenster des Tagungsraumes der Firma Max Bögl mit rund 80 Stundenkilometern vorbeischwebt. Sie fährt auf einer knapp 1 Kilometer langen Teststrecke in Sengenthal. Der Förderverein Wirtschaft für die Metropolregion war von Vorstandsmitglied Johann Bögl zur 8. Kuratoriumssitzung in den Stammsitz des Unternehmens eingeladen worden.

Die Magnetschwebebahn wird bereits im chinesischen Changdu auf einer drei Kilometer langen Strecke getestet. In Deutschland erkundet das Unternehmen Bögl aktuell mögliche Anwendungen und führt dazu intensive Gespräche. Im Kreis der Kuratoriumsmitglieder wurde als “Gedankenspiel” bei der geplanten Stadt-Umlandbahn (StUB) Nürnberg-Erlangen-Herzogenaurach kurzerhand die angedachte Straßenbahn durch die Schwebebahn ersetzt. Die Vorteile lägen auf der Hand: leiser, kostengünstiger und geringerer Flächenverbrauch, da das Gleis erhöht auf Ständern installiert würde. „Aber das sind nur Gedankenspiele, die jedoch in künftigen Mobilitätsprojekten der Region Wirklichkeit werden können“, kommentiert der Kuratoriumsvorsitzende, Prof. Dr. Siegfried Balleis. „Immer wenn es Wandel gab, ging es uns gut“, betont Unternehmer Johann Bögl, „die Energiewende ist das größte Bauprogramm, das es jemals gegeben hat!” Der Stammsitz in Sengenthal ist beim Strom übrigens schon heute zu 100 % autark, ermöglicht wird dies durch ein Wärmenetz, Windkraft und Photovoltaik. Direkt neben der örtlichen Schwebebahn-Teststrecke konnten die Kuratoriumsmitglieder schwimmende Photovoltaik-Anlagen auf dem Baggersee bestaunen. Auch hier sind verschiedene Anwendungsfelder in der Metropolregion denkbar – mit Interessenten aus dem Aischgrund gibt es schon Gespräche.

Familiengeführte Unternehmen, welche den Wandel gestalten und sich an Neues trauen, gelten als typisch für die Metropolregion Nürnberg. Dazu gehören die Firmen weiterer Kuratoriumsmitglieder wie Gunther Oschmann (Müller Medien) oder Heiko Könicke (Messeveranstalter AFAG). „Sie sind verantwortlich für die hohe regionale Wirtschaftskraft, die mit einer Wirtschaftsleistung von rund 150 Milliarden Euro vergleichbar mit der Ungarns ist“, betont der Wirtschaftsvorsitzende der Metropolregion, Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst. Bei der Innovationskraft liege die Metropolregion in Deutschland und Europa deutlich über dem Durchschnitt, zudem würden hiesige Unternehmen doppelt so viele Patente anmelden als durchschnittlich in an anderen Regionen Deutschlands.

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