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Freitag, 19 April 2024

#EndlichFreieBahn

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Vorsicht beim Teilen von Urlaubsimpressionen

Wenn man einen Traumstrand, eine weltberühmte Sehenswürdigkeit oder ein Bilderbuch-Bergpanorama in natura vor Augen hat, ist es verlockend, diese Aussicht sofort mit dem Rest der Welt zu teilen. Laut Statistik des Digitalverbands Bitkom veröffentlichen 45% der Befragten ihre Urlaubsfotos auf sozialen Netzwerken. Dabei sollte man jedoch eine gewisse Vorsicht walten lassen, denn was man unter Hashtags wie #EndlichUrlaub dem Rest der Welt mitteilt, kann durchaus von Kriminellen als #EndlichFreieBahn interpretiert werden. Mit den Möglichkeiten des World Wide Web können sie z.B.  „Familie Brunngerber“ identifizieren, welche gerade eben gepostet hat, dass sie nun gleich vom Flughafen München zwei Wochen nach XY fliegt. Gerade wenn die Familie einen nicht allzu häufig vorkommenden Namen hat und in den sozialen Medien z.B. über besuchte Events in ihrer Heimat berichtet, lässt sich relativ einfach der Wohnort eingrenzen und die Adresse herausfinden – sofern die Familie diese Daten nicht ohnehin schon von sich aus im Internet veröffentlicht.

Einbrecher, die sich den „Mitteilungsdrang“ von Menschen zu Nutze machen, können in aktuellen Urlaubsfotos eine Einladung sehen, dem leerstehenden Eigenheim einen Besuch abzustatten – wobei dann zu hoffen ist, dass das Gebäude mit mechanischen, elektronischen und anderen Mitteln möglichst gut gegen Eindringlinge gesichert ist. Die Polizei rät gerade zur Ferienzeit, im Internet keine Veröffentlichungen zu machen, die auf den aktuellen Aufenthaltsort von Hausbewohnern schließen lassen. Am besten sollte man die Urlaubsschnappschüsse wirklich nur im engsten Familien- und Bekanntenkreis verbreiten und sie der breiten Öffentlichkeit vorenthalten. Nach der Rückkehr in die Heimat kann man die Aufnahmen dann immer noch mit dem Rest der Welt teilen – gerne auch mit einem Hinweis à la „Schön war’s, sind wieder gut zurück“. Das ist dann nicht nur ein Reise-Resümee, sondern auch ein subtiler Hinweis in Richtung Kriminelle mit #VersuchtEsGarNichtErst.

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