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Dienstag, 6 Dezember 2022
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Eigenheim mit neuen Eigenschaften

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2020 definiert die Traditionsbegriffe Bauen & Wohnen neu

Natürlich: Auch im Pandemiejahr können die Begriffe „Bauen“ und „Wohnen“ nach wie vor in einem Atemzug genannt werden – nicht nur aufgrund von häuslicher Quarantäne und Kontaktbeschränkungen kam den eigenen vier Wänden 2020 aber eine noch stärkere Bedeutung zu.

Die offiziellen Zahlen lassen dabei nicht auf eine coronabedingte Schwächung des schon länger anhaltenden Baubooms schließen: Im ersten Halbjahr 2020 wurden in Bayern für 37.178 Wohnungen Baugenehmigungen erteilt oder Genehmigungsfreistellungs-verfahren abgeschlossen – im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Zunahme um 4,3 Prozent. „Corona hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass alle Menschen in Bayern eine Wohnung haben, die ihren Bedürfnissen entspricht“, so die Einschätzung von Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer.

Aktuell lässt die hohe Auslastung von Handwerksbetrieben und anderen „Umsetzern“ in der Branche vermuten, dass eine Vielzahl der vor oder während der Pandemie genehmigten Projekte auch tatsächlich umgesetzt wird. Allerdings prognostizieren nicht wenig Unternehmen eine leichte „Flaute“ für die nahe Zukunft – die Baubranche befürchtet, Rückgänge und Einbußen später zu spüren als andere Bereiche der Wirtschaft.

Zuerst könnten sich die Auswirkungen bei den „Planern“ bemerkbar machen: Eine Mitte Juli 2020 durchgeführte Befragung der Bundesarchitekten- und Bundesingenieurkammer umreißt die Situation der Mitglieder: Obwohl staatliche Stützmaßnahmen viele Büros stabilisieren, erwarten 49 Prozent der Firmen einen Auftragsrückgang in den nächsten 12 Monaten. 62 Prozent der Architekten und Ingenieure berichten, aktuell nicht oder nur in eingeschränktem Maße Neuaufträge abschließen zu können und 17 Prozent befürchten sogar ernste Liquiditätsengpässe im kommenden Jahr.

„Dienst trifft Schnaps“

Nichtsdestotrotz kann man auch in den kommenden Monaten von zahlreichen (Um-)baumaßnahmen seitens privater Investoren und öffentlicher Hand ausgehen – wobei sich die aktuelle Pandemie durchaus auch auf die Art und Weise auswirken könnte, wie Projekte geplant werden. Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten wurden z.B. einige öffentliche Gebäude wie Kliniken oder Schulen so konzipiert, dass die Fenster in den Räumen nicht geöffnet werden können – der Luftaustausch wurde über ausgeklügelte Systeme geregelt.

Im Corona-Jahr 2020 zeigt sich aber stellenweise, dass diese Anlagen während einer Pandemie zu leistungsschwach sind und verstärkt oder ergänzt werden müssen – klassisches „Fensteraufreißen“ würde für schnellere und effizientere Ergebnisse sorgen. Und auch im privaten Bereich setzt bei manchem ein Umdenken ein – denn spätestens seit dem Frühjahr nennen viele die Begriffe „Bauen“ und „Wohnen“ in einem Atemzug mit „Arbeiten“.

Sofern möglich arbeiteten bzw. arbeiten zahlreiche Berufstätige im Eigenheim – das „Home Office“ wird dabei nicht selten an Orten eröffnet, welche für konzentrierte Tätigkeiten nur bedingt geeignet sind. Es könnte gut sein, dass mancher bei der zukünftigen Planung der eigenen vier Wände oder eines Umzugs in eine neue Bleibe sich daran erinnert, dass die Grenzen zwischen Eigenheim und Arbeitsplatz schnell verschwimmen können.

Wenn von vorneherein eine räumliche Option für Heimarbeit eingeplant wird, welche optimalerweise nach Feierabend „links liegen gelassen“ werden kann, lassen sich „Dienst“ und „Schnaps“ gut unter einen Hut bringen und doch sinnvoll trennen.

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