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Mittwoch, 1 Februar 2023
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Wallboxen als förderfähige und sichere Ladelösung

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Die Steckdose für das „rollende Zuhause“

Wer bislang selbst noch keine Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen gesammelt hat, stellt sich den Alltag von Nutzern dieser Technologie vermutlich so vor: Nach der Rückkehr von einer Fahrt wird der Wagen zuhause abgestellt und mit der haushaltsüblichen Steckdose verbunden. Tatsächlich ist es möglich, mit speziellen Kabeln die meisten aktuell verfügbaren Elektrofahrzeuge auf diese Weise aufzuladen − empfohlen wird es aber definitiv nicht.

Denn beim „Betanken“ der Batterien werden die Steckdose und die dahinterliegenden Kabel extrem gefordert. Vereinfacht dargestellt: Wer einen strombetriebenen Kleinwagen über die klassische 220-Volt-Steckdose lädt, belastet diese so, als würde er zehn Stunden lang einen wattstarken Wasserkocher in Dauerbetrieb laufen lassen. Dies kann im „besten“ Fall dazu führen, dass die Sicherung abschaltet. Im schlimmsten Fall kommt es zu Kabelbränden, welche hohen Schaden verursachen können.

Mit sogenannten Wallboxen lassen sich Elektrofahrzeuge sicherer laden. In der Garage oder an der Hauswand in der Nähe des Wagen-Stellplatzes angebracht, werden sie vom Elektroinstallateur so mit dem Stromnetz verbunden, dass sie während des Ladevorgangs die Leitungen nicht überlasten. Zudem können sie Fahrzeugbatterien bis zu zehnmal schneller befüllen als Haushaltssteckdosen.

Für Menschen, die häufig und regelmäßig mit ihrem „Stromer“ fahren, ist es durchaus ein Unterschied, ob sie z.B. statt 10 Stunden nur 90 Minuten warten müssen, bis das „rollende Zuhause“ vollgetankt wurde. Allerdings spielt hier nicht nur die Ladeleistung der Wallbox eine Rolle, sondern auch die Ladeleistung des Fahrzeugs selbst, welche nicht zum „Nadelöhr“ werden darf.

900 Euro Finanzspritze

Laut AUTOBILD gibt es aktuell rund 33.100 öffentliche Ladepunkte in Deutschland. Der Staat fördert seit November 2020 auch die Anschaffung von Ladepunkten im privaten Bereich – zum Beispiel in Form von Wallboxen: 900 Euro Zuschuss gibt es für den Kauf und die fachgerechte Installation von solchen Einrichtungen – vorausgesetzt diese werden nur privat genutzt. Unternehmen, welche für ihre Fuhrparks oder auf Kundenparkplätzen Ladepunkte installieren möchten, fallen nicht unter die Förderrichtlinien. Weitere Bedingung ist, dass die Ladestation eine Leistung von 11 kW sowie eine intelligente Steuerung hat − letztere sorgt durch Kommunikation mit der umliegenden „Energieinfrastruktur“ zum Beispiel dafür, dass der Ladevorgang nach Möglichkeit in Zeiten aufgeschoben oder gedrosselt wird, in denen anderweitig viel Energie verbraucht wird.

Damit es nicht zu Engpässen kommt, wenn mal zügig ein voller PKW-Akku benötigt wird, rät KfW-Pressesprecher Wolfram Schweickhardt Wallbox-Interessenten, sich von den Energieversorgern gewisse Mindestkapazitäten über den gewählten Tarif zusichern zu lassen. Wichtig ist auch, dass der Ladepunkt zu 100 Prozent mit regenerativen Energien betrieben wird − zum Beispiel durch Anschluss an eine Photovoltaikanlage auf dem Garagendach oder durch einen entsprechenden „Öko“-Stromtarif. Die Gesamtkosten für die Anschaffung und Installation müssen dabei mindestens 900 Euro pro Ladepunkt betragen, sonst ist keine Förderung möglich.

Mit „Ladepunkt“ ist vereinfacht gesagt die technische Schnittstelle zwischen der Einrichtung und dem Kabel gemeint, welches zum Elektroauto führt. Manche Wallboxen bieten zum Beispiel auch zwei Ladepunkte für den Anschluss von zwei Fahrzeugen, für sie gibt es dementsprechend höhere Zuschüsse.

Damit das Laden des „rollenden Zuhauses“ zuhause nicht nur sicher, sondern auch möglichst effizient abläuft, empfiehlt sich ein Vergleich der aktuell verfügbaren Wallboxen: Ein ADAC-Test aus dem Jahr 2018 brachte bei den zwölf getesteten Systemen große Unterschiede ans Licht − rund die Hälfte der Produkte wurde als nicht empfehlenswert eingestuft.

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