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Montag, 26 September 2022
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Von „O“ bis „O“

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Die Winterreifenzeit beginnt

Bereits Mitte August konnte man in jedem Supermarkt die ersten Lebkuchenpackungen in den Regalen finden – und es soll auch Leute geben, die bereits zu diesem Zeitpunkt die ersten Weihnachtsgeschenke besorgten. Nicht ganz so frühzeitig sind die meisten Autofahrer mit dem Umstieg auf Winterreifen dran − nicht selten wird das Wechseln auf die letzten Monate des Jahres hinausgeschoben, was dann in den Werkstätten im November und Dezember oft für Terminknappheit sorgt.

Der ADAC empfiehlt, in der Zeit zwischen den beiden großen „O“s mit Winterbereifung zu fahren – gemeint ist die Phase zwischen „Oktober“ und „Ostern“, in der es erfahrungsgemäß zu winterlichen Verhältnissen auf den Straßen kommen kann. Letztendlich sind diese beiden Termine aber nur als grobe „O“-rientierungshilfen gedacht − wenn das Osterfest früh im Jahr stattfindet, kann auch noch danach Eis und Schnee auf den Fahrbahnen zu finden sein. Viele Reifenhersteller empfehlen deshalb einen regelmäßigen Blick auf das Thermometer – wenn die Außentemperaturen unter 7 Grad Celsius fallen, raten sie zum Aufziehen der Winterreifen. Bei sommerlicher Witterung mit Reifen für die kalte Jahreszeit unterwegs zu sein, ist übrigens nicht verboten, wird aber auch nicht uneingeschränkt empfohlen: Das in manchen Reifenmodellen verwendete Material kann bei heißen Temperaturen unter anderem für einen längeren Bremsweg und höheren Spritverbrauch sorgen.

Prinzipiell gilt in Deutschland eine sogenannte situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen nur Kraftfahrzeuge benutzt werden, welche auch mit entsprechenden Winterreifen ausgerüstet sind. Diese unterscheiden sich von Sommermodellen unter anderem durch viele kleine „Lamellen“, welche im Reifenprofil eingearbeitet sind – sie sorgen für den nötigen „Grip“, da sich die Einschnitte mit Eis und Schnee verzahnen. Seit Januar 2018 gilt ein neuer Reifen nur dann als Winterreifen, wenn er das sogenannte Alpine-Symbol aufweist – ein Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke in der Mitte. Das zuvor ausreichende M+S-Zeichen erfüllt bei neu zum Verkauf stehenden Reifen nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen, es gibt jedoch eine Übergangsregelung bis zum 30. September 2024.

Wer den Wechsel auf Winterreifen nicht nur „spät“, sondern „zu spät“ durchführt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Autofahrern droht ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg, wenn sie mit Reifen unterwegs sind, welche nicht den winterlichen Straßenverhältnissen angepasst sind. Wenn sie dabei den Straßenverkehr behindern, steigt das Bußgeld auf 80 Euro, sofern sie den Verkehr gefährden bzw. einen Unfall bauen, sind sogar Geldstrafen bis 120 Euro vorgesehen. Das sind definitiv Beträge, welche sich sinnvoller für Weihnachtsgeschenke verwenden lassen… oder Lebkuchen im August.

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