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Sonntag, 25 September 2022
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Zweite Welle trübt Stimmung der bayerischen Wirtschaft

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München (dpa/lby) – Die zweite Corona-Welle drückt die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft. Während sich im Herbst noch eine Erholung abgezeichnet hatte, ist der vierteljährlich erhobene Konjunkturindex des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) nun wieder deutlich gefallen, wie der Verband am Mittwoch mitteilte. Aktuell 98 Punkte bedeuten ein Minus von 9 im Vergleich zum Herbst. Im Sommer hatte der Index mit 81 den tiefsten Wert in der Pandemie erreicht.

Trotz der aktuellen Einschränkungen schätzen die befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage nur etwas schlechter ein als im Herbst. Immerhin 32 Prozent sind damit zufrieden, nur 28 unzufrieden. Die Erwartungen sind deutlicher gesunken: 29 Prozent erwarten eine Verschlechterung, nur 20 eine Verbesserung.

«Die andauernde und mit viel Unsicherheit belastete Pandemielage trübt die Erwartungen der Betriebe deutlich ein», sagt der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Eberhard Sasse. Als zentralen Weg aus der Krise fordert er daher: «Impfen, impfen, impfen» und «testen, testen, testen». Zudem bräuchten die betroffenen Branchen schnelle Hilfen des Staates und dürften nicht durch neue Auflagen oder Belastungen ausgebremst werden.

Dabei sind allerdings nicht alle Branchen gleich betroffen. «Anders als beim ersten Lockdown können etwa Industriebetriebe ihren hohen Wertschöpfungsbeitrag einbringen, auch dank weitgehend funktionsfähiger Lieferketten», sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. «Massive, zum Teil existenzbedrohende Probleme gibt es dagegen nach wie vor in denjenigen Branchen, die unmittelbar oder mittelbar vom persönlichen Kundenkontakt abhängig und von den Corona-Schließungen betroffen sind, wie Gastgewerbe, Kultur und Tourismus, Messe- und Veranstaltungswirtschaft sowie der Großteil des stationären Einzelhandels.» Auch die starke Baukonjunktur kühlt sich etwas ab.

Der Druck auf den Arbeitsmarkt sinkt der Umfrage zufolge leicht. Allerdings überwiegt der Anteil von Unternehmen, die Stellen streichen wollen mit 21 Prozent nach wie vor gegenüber den 15 Prozent, die zusätzliches Personal suchen.

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