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Freitag, 7 Oktober 2022
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Studie: Viele Funklöcher in Deutschland gestopft

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München (dpa) – Das Mobilfunknetz in Deutschland ist nach einer Studie des Ifo-Institus besser als sein Ruf.

In den vergangenen 10 Jahren seien über 33.000 neue Mobilfunkmasten gebaut worden, so dass inzwischen über 70.000 Standorte für Funksysteme genutzt werden können, heißt es im dem Aufsatz im Ifo-Schnelldienst, der am Freitag veröffentlicht wurde. Dadurch seien viele Lücken im deutschen Mobilfunknetz geschlossen worden.

Die bessere Infrastruktur hat auch Auswirkungen auf die Nutzung: Zwar stieg in dem Untersuchungszeitraum 2010 bis 2020 die Zahl der Mobilfunkverträge pro 100 Einwohner nur noch gering von 109 auf 128. Dafür legte die Zahl der mobilen Datenverträge stark von 28 auf 91 pro 100 Einwohner zu. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass mindestens neun Prozent der Bevölkerung keine mobilen Daten auf einem Smartphone oder anderen Geräten nutzen. Da manche Menschen mehr als einen Mobilfunkvertrag mit Datennutzung abgeschlossen haben, liegt der Anteil der Nichtnutzer vermutlich im zweistelligen Bereich.

Ein Drittel der neuen Masten wurde in ländlichen Gebieten errichtet, wo etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt. So sei insgesamt eine gute flächendeckende Versorgung mit Mobilfunkdiensten hergestellt worden, auch wenn es immer noch Funklöcher gebe.

Aus der Studie geht weiter hervor, dass es zunehmend schwieriger wird, Standorte für neue Masten zu finden. Während im Jahr 2013 rund 13.500 neue Standorte erschlossen wurden, sank die Zahl danach deutlich.

Die Erschließung neuer Standorte werde in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. «Denn sie ist nicht nur für die Schließung verbleibender weißer und grauer Flecken wichtig, sondern auch bei der Versorgung mit dem 5G-Standard, für den eine deutliche Verdichtung des Mobilfunknetzes nötig sein wird», heißt es in dem Ifo-Papier. Viele Grundstückseigentümer seien allerdings nicht bereit, Flächen bereitzustellen. Problematisch seien auch langwierige Genehmigungsverfahren. Lösungsansätze könnten eine frühzeitige Einbindung der lokalen Bevölkerung in die Standortsuche sowie eine weitgehende Digitalisierung und Vereinfachung der Genehmigungsverfahren sein.

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