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Freitag, 7 Oktober 2022
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SPD liegt auch in YouGov-Umfrage vor der Union

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Berlin (dpa) – Gut vier Wochen vor der Bundestagswahl hat die SPD in einer weiteren Umfrage die Union überholt. Wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov mitteilte, kämen die Sozialdemokraten auf 24 Prozent, wenn am kommenden Sonntag die Abstimmung wäre.

Dies entspricht einem Plus von 8 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Erhebung Ende Juli. Die Union büßt demnach 6 Punkte auf 22 Prozent ein. Die Grünen liegen unverändert bei 16 Prozent, die FDP gewinnt einen Punkt auf 13 Prozent. Die AfD erreicht 11 Prozent (minus 1), die Linke verharrt bei 8 Prozent.

Im neuen ZDF-«Politbarometers» vom Freitag liegen SPD und CDU gleichauf bei 22 Prozent. Die Grünen liegen dort bei 20 Prozent. Die Meinungsforscher der Forschungsgruppe Wahlen sehen zudem einen deutlichen Vorsprung von Olaf Scholz vor CDU-Kandidat Armin Laschet bei der Frage, wen die Wahlberechtigten für kanzlerfähig halten. Nur noch 25 Prozent (minus 2) halten Laschet für geeignet als Kanzler (nicht geeignet: 71 Prozent). Mit 22 Prozent noch etwas geringer (minus 1) ist der Anteil der Befragten, die Annalena Baerbock dafür als geeignet ansehen (nicht geeignet: 74 Prozent). 65 Prozent (plus 6) trauen dagegen Olaf Scholz das Amt des Bundeskanzlers zu (nicht geeignet: 30 Prozent).

Zuletzt hatte auch eine Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag von «Focus» am Donnerstag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Union und SPD ergeben. Am Dienstag war eine Forsa-Umfrage bekanntgeworden, nach der die SPD erstmals seit Jahren in einer Sonntagsfrage wieder stärkste politische Kraft ist. Im Trendbarometer des Instituts für RTL und n-tv kommt die SPD auf 23 Prozent, die Union erreicht 22 Prozent. Davor hatte das Insa-Institut im Sonntagstrend für die «Bild am Sonntag» Union und SPD gleichauf gesehen.

Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

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