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Mittwoch, 17 Juli 2024
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Online-Casino zahlt Gewinne nicht aus – Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Verbraucher?

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Das Glücksspiel im Internet erfreut sich einer großen Beliebtheit. Die Nachfrage ist hoch und wird voraussichtlich in naher Zukunft nicht abebben. Eine Entwicklung, die aus Sicht der Industrie, absolut positiv zu bewerten ist. Auch die Spielergemeinde profitiert, da die Auswahl an Online-Casinos mittlerweile so gigantisch ist, dass die vermeintlich besten Websites herausgepickt werden können.

Allerdings hat der Siegeszug des digitalen Glücksspielmarktes auch seine Schattenseiten. So gibt es einige Online-Casinos, die es nicht so genau mit rechtlichen Vorgaben und der Einhaltung der gesetzlichen Statuen nehmen. Das birgt die Gefahr betrügerischer Machenschaften – etwa die Auszahlungsverweigerung der Gewinne.

Keine Auszahlung – präventive Problemvereitlung

Bevor es überhaupt zu Problemen bei der Auszahlung in einem Online-Casino kommt, können bereits im Vorfeld der Anmeldung präventive Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Konkret geht es dabei um die die richtige Anbieterwahl. So können die unzähligen Glücksspielplattformen in den relevantesten Bereichen miteinander verglichen werden, um die Qualitätsunterschiede herauszufiltern. Auf diese Art und Weise wird schnell ersichtlich, ob es sich generell um ein seriöses Online-Casino handelt.

Zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen der digitalen Spielbanken gehört neben einer offiziellen Glücksspiellizenz, einem kompetenten Kundensupport und einer üppigen Spielauswahl auch der Zahlungsbereich. So sind Online-Casinos mit schneller Auszahlung sowohl seriös als auch vertrauenswürdig. Auch die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten spielen eine nicht ganz unwichtige Rolle. Je mehr Bezahlsysteme akzeptiert werden, desto besser.

Wer es ganz genau mit der Seriosität eines Online-Casinos nimmt, recherchiert die Informationen zu den entsprechenden Bereichen in Eigenregie. Etwas schneller und nicht weniger erfolgsversprechend sind dagegen Vergleichsseiten. Sie führen detaillierte Tests und Vergleiche durch, so dass die besten Anbieter im Netz lokalisiert werden können.

Berechtigte oder unberechtigte Zahlungsverweigerung?

Auch wenn es sich in den meisten Fällen, in denen ein Online-Casino die Auszahlung der Gewinne verweigert, um einen Betrug handelt, kann es manchmal ein legitimen Grund für das Verhalten des Glücksspielbetreibers geben.

Für die Kundenakquise setzen fast alle digitalen Casinos auf den Willkommensbonus. Er richtet sich speziell an Neukunden und setzt einen finanziellen Anreiz für eine Anmeldung. Der Bonus ist jedoch in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft, ehe Spieler ihn auszahlen können. Meist muss er mehrfach umgesetzt werden. Wird diese Bedingungen nicht erfüllt, hat das Online-Casino das Recht dazu, eine Auszahlung zu verweigern.

Ähnlich verhält es sich, wenn Kunden falsche Daten bei der Anmeldung angegeben haben. Wird z.B. ein Fake-Account erstellt oder beim Geburtsdatum geflunkert, hat der betroffene Spieler ebenfalls keinen Anspruch auf die Auszahlung des Gewinns.

Im Falle eines sogenannten Chargebacks – also einer Rückbelastung – kann ein entstandener Gewinn ebenfalls einbehalten werden. Zu solch einem Szenario kann es kommen, wenn das Konto des Spielers nicht gedeckt ist und das Online-Casino kein Geld erhält. Der Anspruch auf die Auszahlung des Gewinns besteht erst, wenn das Konto des Spielers beim jeweiligen Zahlungsanbieter ausgeglichen wurde.

Kontakt mit dem Kundensupport herstellen

Sollte keiner der Gründe zutreffen, die eine Zahlungsverweigerung legitimieren, und das Online-Casino zahlt den Gewinn trotzdem nicht aus, können Spieler mehrere Maßnahmen ergreifen, um gegen den entsprechenden Anbieter vorzugehen. Grundsätzlich ist die Chance dabei groß, rechtmäßig gewonnenes Geld zurückzubekommen. Dieser Grundsatz gilt jedoch nur, wenn die Glücksspielplattform lizensiert und reguliert ist.

Bevor rechtliche Schritte eingeleitet werden, sollte zunächst der Kundensupport des Online-Casinos kontaktiert werden. Unter Umständen wird die Auszahlung nicht mutwillig verweigert. Triviale Gründe wie technische Probleme oder die falsche Bankverbindungen könnten die Ursache sein. Ein Austausch mit den Mitarbeitern des Kundenservice kann hier schnell und effektiv Abhilfe leisten, so dass keine weiteren Maßnahmen notwendig sind, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

Rechtliche Schritte einleiten!

Alle Möglichkeiten, Ursachen und Missverständnisse wurden ausgeschlossen und das Casino verweigert noch immer die Auszahlung? Dann bleibt keine andere Möglichkeit mehr, als rechtliche Schritte einzuleiten.

Betroffene können den Glücksspielanbieter mit einer Mahnung zur Auszahlung auffordern. Bei solch einer Mahnung handelt es sich um eine sogenannte Entgeltforderung, die eine bestimmte und eindeutige Aufforderung des Gläubigers an den Schuldner darstellt, die geschuldete Leistung zu erbringen. Sobald die Mahnung dem Online-Casino zugestellt wurde und dieses weiterhin nicht das Geld zahlt, gerät es rein rechtlich in Verzug.

Der Mahnbescheid kann auch beim zuständigen Amtsgericht eingereicht werden. Legt das Online-Casino gegen die Mahnung keinen Widerspruch ein, besteht ein sogenannter vollstreckbarer Titel.

Handelt es sich bei der ausstehenden Zahlung um eine höhere Summe, ist es unabhängig der Herangehensweise empfehlenswert, sich rechtlichen Beistand in Form eines Anwalts zu suchen.

Sitz des Online-Casinos ist entscheidend!

Der Erfolg des rechtlichen Vorgehens gegen ein betrügerisches Online-Casino ist immer vom Hauptsitz des Anbieters abhängig. Aus diesem Grund kommt es immer auf den Einzelfall an, ob eine Auszahlung gefordert werden kann.

Hat der Betreiber seinen Sitz in Deutschland, ist die Chance sehr groß, das Geld zurückzubekommen. Hier ansässige Glücksspielanbieter verfügen über eine offizielle Lizenz, müssen sich an strenge Gesetze halten und werden regelmäßig kontrolliert. Im Falle eines Rechtsstreits sind sie an das deutsche Gesetz gebunden und kommen mit unrechtmäßigen Auszahlungsverweigerungen nicht durch.

Befindet sich das jeweiligen Online-Casinos im Binnenraum der Europäischen Union (EU), besteht noch die Möglichkeit, das Geld zurückzubekommen. Die Chancen stehen zwar etwas schlechter als bei einem deutschen Betreiber, dennoch offeriert der rechtliche Einzugsbereich der EU rechtlichen Handlungsspielraum. Das ist aus Spielersicht äußerst positiv, da sehr viele Online-Casinos mit einer maltesischen Lizenz ausgestattet sind.

Brenzlig wird es dagegen, wenn die digitale Spielbank ihren Sitz außerhalb der EU hat. In solch einem Szenario wird es äußerst schwierig, an das Geld heranzukommen.

Lizenz aus Curacao – Vorsicht ist geboten!

Nicht wenige Online-Casinos bieten ausgerüstet mit einer Lizenz aus Curacao ihre Spiele im Netz an. Die Karibikinsel gehört zwar zur Niederlande, fällt jedoch nicht unter das EU-Recht. Diesen Umstand haben in jüngerer Vergangenheit bereits viele Casinos für Betrugsmaschen missbraucht. Aus diesem Grund hat die Lizenz aus Curacao mittlerweile einen relativ negativen Ruf. Glücksspielanbietern, die im Karibikstaat lizensiert sind, sollte entsprechend mit einer gewissen Vorsicht begegnet werden, um böse Überraschungen zu verhindern.

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