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Freitag, 7 Oktober 2022
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Flächenverbrauch in Bayern nimmt zu

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München (dpa/lby) – Ungeachtet aller politischen Beteuerungen hat sich der Flächenverbrauch in Bayern wieder beschleunigt. Im vergangenen Jahr vermehrte sich die «Siedlungs- und Verkehrsfläche» im Freistaat um 4244 Hektar, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Mittwoch mitteilte. Das entspricht gut 42 Quadratkilometern oder fast der gesamten Stadtfläche Coburgs (44 Quadratkilometer) – wobei in Coburg weniger als die Hälfte des Stadtgebiets bebaut ist.

Im täglichen Schnitt wurden laut Landesamt 11,6 Hektar bebaut, 2019 waren es 10,8 Hektar gewesen. Eine maßgebliche Ursache ist der anhaltende Bauboom. So entstanden 2020 neue Wohnhäuser und -gebiete mit insgesamt 1723 Hektar Fläche. Und trotz des coronabedingten Einbruchs der Wirtschaft bauten auch die Unternehmen fleißig weiter. Laut Landesamt wurden auf knapp 1200 Hektar neue Industrie- und Gewerbeflächen angelegt.

In der Langfristbetrachtung schreitet die allmähliche Betonierung und Asphaltierung Bayerns zwar mittlerweile etwas langsamer voran. 2013 waren im täglichen Schnitt noch über 18 Hektar bebaut worden. Doch das Ziel einer drastischen Reduzierung des Flächenverbrauchs bleibt in weiter Ferne. Insgesamt sind mittlerweile knapp 8600 Quadratkilometer der bayerischen Landesfläche bebaut, gut 12 Prozent.

Siedlungs- und Verkehrsfläche ist allerdings nicht vollständig mit Beton und Asphalt gleichzusetzen, dazu zählen auch Grünanlagen oder Innenhöfe. Gebäude und Straßen machen aber einen großen Teil des Flächenverbrauchs aus.

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