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Mittwoch, 29 Juni 2022
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Corona-Lage entspannt sich – Landkreis Neumarkt bei 40,9 laut RKI

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München (dpa/lby) – Die Corona-Lage entspannt sich in vielen Teilen Bayerns: In München und 19 weiteren Städten und Kreisen des Freistaats ist die 7-Tage-Inzidenz unter den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gesunken, den die Staatsregierung als Zwischenziel anstrebt. Davon ist Bayern insgesamt noch ein Stück entfernt, die landesweite Inzidenzzahl ging jedoch auf 83,1 weiter leicht zurück, wie das Robert Koch-Institut in Berlin am Donnerstag meldete. Eine schnelle Lockerung der Corona-Einschränkungen aber wird es nicht geben.

Das Bild ist je nach Region sehr unterschiedlich: Bayernweit am erfreulichsten ist die Lage in der Stadt Regensburg mit einem Wert von 24,1. Schwierig bleibt jedoch die Situation in der Grenzregion zu Tschechien: Denn drei bayerische Kommunen lagen am Donnerstag mit den deutschlandweit höchsten Inzidenzwerten an der Spitze der täglich vom RKI aktualisierten Tabelle: An erster Stelle der Landkreis Hof (378,7), gefolgt von Tirschenreuth (351,2) und der Stadt Hof (277,1).

Unter den deutschlandweit zwanzig Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten sind noch fünf weitere bayerische Kreise und Städte: Wunsiedel, Regen, Weiden, die Stadt Ansbach und Miltenberg. Schwerpunkt ist die Grenze zu Tschechien, wo die Infektionszahlen gemessen an der Bevölkerung um ein Vielfaches höher sind als in Deutschland.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) drängte im Landtag erneut auf Lockerungen, die FDP forderte eine schnelle Öffnung der Geschäfte. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) jedoch hält den Zeitpunkt für noch nicht gekommen. Mehr als ein Fünftel der insgesamt 96 bayerischen Landkreise und größeren Städte ist nunmehr unter die 50er-Schwelle gesunken, die Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über Wochen als Mindestvoraussetzung für Lockerungen der Corona-Beschränkungen genannt hatte.

Bund und Länder wollen am 10. Februar beraten, wie es mit dem coronabedingten Lockdown weitergeht nach dem 14. Februar. Anschließend muss dann in Bayern über die konkrete Umsetzung entschieden werden.

Wirtschaftsminister Aiwanger sieht Spielraum für Lockdown-Lockerungen. Die Zahlen der vergangenen Tage deuteten darauf hin, «dass eher Öffnungen möglich sind als alles völlig unverändert geschlossen zu lassen», sagte Aiwanger. Einen Koalitionskrach mit der CSU will Aiwanger nicht vom Zaun brechen: «Daten müssen diskutiert werden, Inzidenzen müssen diskutiert werden, und politische Mehrheiten in Bund und Land müssen gefunden werden.»

Gesundheitsminister Holetschek dämpfte eventuelle Hoffnungen: Erst wenn man eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 erreiche, könne es in einem vernünftigen Maße gelingen, Kontakte nachzuverfolgen und Infektionsketten zu unterbrechen. Ziel aus Sicht der Wissenschaft und der Regierung sei es, sogar unter diesen Wert zu gelangen, «weil wir glauben, dass wir dann eine echte Perspektive erst entwickeln können, die nachhaltig auch Öffnungsszenarien trägt». Im Moment könne er das noch nicht erkennen. «Man sieht eben, wie volatil die Situation in dieser Frage noch ist: Einen Tag geht’s rauf, dann geht’s wieder runter», sagte Holetschek.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) appellierte ebenfalls an die Geduld der Bürger: «Erst wenn wir diesen Wert auch in den nächsten sieben Tagen halten, können wir über etwaige Lockerungen überhaupt nachdenken», sagte der SPD-Politiker. Dazu werde er sich eng mit der Staatsregierung abstimmen. München hatte Ende September den Warnwert von 50 überschritten und lag seitdem nicht mehr darunter.

Die FDP im Landtag forderte die Staatsregierung zum zweiten Mal innerhalb einer Woche auf, die Geschäfte unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder öffnen zu lassen.

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