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Mittwoch, 28 September 2022
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Biden lädt zu Corona-Gipfel und stellt Hilfen in Aussicht

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Washington (dpa) – US-Präsident Joe Biden hat für diesen Mittwoch einen Online-Gipfel zur Corona-Krise einberufen und will den Kampf gegen die Pandemie mit weiteren Hilfszusagen vorantreiben.

Zentrales Thema bei dem Treffen ist die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff auf der Welt. Ziel sei es, Staats- und Regierungschefs mit Vertretern internationaler Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und der Privatwirtschaft zusammenzubringen, um sich auf eine «gemeinsame Vision zur Bekämpfung» von Corona zu einigen, hieß es vorab aus dem Weißen Haus. Anlass sei die parallel laufende UN-Generaldebatte in New York.

Auch Covid-19-Tests, Behandlungsmöglichkeiten und die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung stehen bei dem Gipfel auf der Agenda. «Er wird zu einer gemeinsamen Anstrengung aufrufen, die diese Pandemie viel schneller beenden kann, als wenn wir den Dingen ihren Lauf lassen», sagte ein hoher Regierungsbeamter über Bidens Pläne. Es gehe darum, die Welt in die Pflicht zu nehmen, um die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden.

Im Fokus: Leben retten

Die größte Herausforderung sei, Leben zu retten, beim Impfen weltweit voranzukommen und eine bessere Zukunft zu gestalten, hatte Biden am Dienstag bei seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung als US-Präsident gesagt. «Um diese Pandemie zu bekämpfen, brauchen wir einen kollektiven Akt der Wissenschaft und des politischen Willens», forderte Biden.

Biden hatte zuletzt einen Rückschlag bei der Impfkampagne in den USA hinnehmen müssen. Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA empfahl eine Auffrischungsimpfung nur für ältere Menschen und Risikogruppen. Da hatte Biden bereits einen Impfstart für alle, deren Impfung acht Monate her ist, ab dem 20. September angekündigt. Die FDA folgt in der Regel der Empfehlung der Expertinnen und Experten. Die WHO hatte bereits Anfang August einen vorübergehenden Stopp von Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus gefordert, so lange noch viele ärmere Länder auf Impfdosen warten.

Mangelnde Hilfsbereitschaft

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung die mangelnde Hilfsbereitschaft einiger Länder bei der Verteilung von Impfstoffen verurteilt. Angesichts von Millionen Toten und Dutzenden Millionen Infizierten sei es «eine Schande für die Menschheit, dass der Impf-Nationalismus immer noch mit verschiedenen Methoden weitergeführt wird», sagte er. Vor allem beim Zugang zu Impfstoffen gibt es große Ungleichheiten in der Welt. In Afrika sind beispielsweise erst rund drei Prozent der Menschen geimpft.

Chinas Staatschef Xi Jinping betonte in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit. «Unterschiede und Probleme zwischen Ländern, welche kaum vermeidbar sind, müssen durch Dialog und Zusammenarbeit auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt behandelt werden», sagte er bei seiner aufgezeichneten Rede vor der Versammlung in New York. Dialog und Inklusion müssten statt Konfrontation und Ausgrenzung angestrebt werden.

Eine bedeutende Rolle spielte bei den Vereinten Nationen am Dienstag auch der Streit über das iranische Atomprogramm. Bundesaußenminister Heiko Maas drängte den Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch. Dessen Staatspräsident Ebrahim Raisi hatte als Bedingung dafür die Aussicht auf eine Aufhebung aller Sanktionen gegen sein Land genannt. Die im April wieder begonnenen Verhandlungen in Wien über die Rettung des Atomabkommens mit dem Iran waren nach der Präsidentenwahl im Juni und dem Regierungswechsel in Teheran unterbrochen worden.

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