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Samstag, 4 Februar 2023
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Wir wollen ja kein Holunder-Wunder erleben…

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Was man vor dem Sammeln von Holunderblüten oder -beeren wissen sollte.

Wildkräutersammeln liegt seit einigen Jahren voll im Trend und das zurecht! Vor allem der Holunder hat es vielen angetan – denn wer kann diesem unverwechselbar süßlichen und feinem Geschmack schon widerstehen?

Doch bevor man mit dem Sammeln von Holunder beginnt, sollte man sich unbedingt einmal mit den drei Arten der Gattung Holunder (Sambucus) beschäftigen, welche bei uns vorkommen. Vor allem ist es wichtig zu wissen, wie man den Schwarzen Holunder vom Zwerg-Holunder unterscheidet, da letzterer giftig ist und sehr unangenehme Folgen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder sogar Vergiftungen haben kann.

Die Doldenrispen des Schwarzen Holunders haben keine roten Staubblätter und zeigen sich komplett weiß-farbig. Foto: Franz Kraus

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra L.) ist dagegen die Holunderart, die wir eigentlich verwenden, wenn wir z.B. leckere Limonade oder die bekannten „Hollerküchel“ zubereiten möchten oder die Beeren im August bzw. September zu feinem Likör oder Gelee verarbeiten. Er wächst als Strauch und erreicht als solcher Höhen von 3 bis 7 Metern. Seine lanzettlichen Blätter sind gesägt und 5-teilig gefiedert. Die Fiederblätter selbst werden in etwa 5 bis 10 Zentimeter lang, die Blattunterseite schimmert leicht bläulich-grün. Von Mai bis Juni blühen bei der Holunderart die weißen Doldenrispen, ab August bilden sich daraus saftige Beeren, deren Reife sich mit der violett-schwarzen Farbe zeigt.

Neben dem Schwarzen Holunder kommt der Trauben-Holunder (Sambucus racemosa L.) am häufigsten in Deutschland vor. Er wächst kleiner als die erstgenannte Art und blüht früher im Jahr, nämlich von April bis Mai. Seine eiförmigen Blütenrispen sind etwa 7 Zentimeter lang und blühen gelbgrün. Die Beeren leuchten rot und aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ist Vorsicht geboten! Obwohl man das Fruchtfleisch verzehren kann, sollte man bei den Kernen aufpassen, denn diese enthalten Giftstoffe.

Und dann gibt es noch den bereits erwähnten Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus L.). Im Gegensatz zum Schwarzen Holunder wächst dieser als krautige Pflanze, sprich: Statt ganzjährig zu stehen, treibt er jedes Jahr von neuem aus und wird bis zu 4 Meter hoch. Die ebenfalls gesägten und lanzettlichen Blätter erscheinen etwas länger als die des Schwarzen Holunders und sind 7- oder 9-teilig gefiedert. Auch andere eindeutige Unterscheidungsmerkmale gibt es zwischen den beiden Arten: Zum einen hat der Zwerg-Holunder Staubblätter mit deutlicher Rotfärbung, zum anderen riechen seine Blüten weniger einladend – manche beschreiben ihren Duft sogar als „widerlich“.

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