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Freitag, 7 Oktober 2022
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Ständiges Rieseln rund um den Stadtpark

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Die Umgestaltung der Neumarkter Grünanlage hat begonnen

Als vergangene Woche der offizielle Startschuss für die Umgestaltung des Neumarkter Stadtparks gegeben wurde, zeigte sich die Grünanlage im weißen Schneekleid. Unter ständigem Rieseln von oben stellten Oberbürgermeister Thomas Thumann und Umweltamtsleiter Werner Schütt die nächsten Schritte vor, wobei zunächst das bisher als Parkplatz genutzte Areal am ehemaligen Standort des Hotels Wunder im Fokus stehen soll. Auf der 3.400 Quadratmeter großen Fläche wird der Stadtpark erweitert und ein bisher unterirdisch verlaufender Leitgraben darf dann wie im bereits bestehenden Park oberirdisch als Bach fließen. Damit auf der Fläche wirklich der komplette Wasserlauf ans Tageslicht geholt werden kann, wurden bereits letzte Woche drei Bäume gefällt – dies stieß beim Freundeskreis Stadtpark Neumarkt auf Kritik. Mit einem erfolgreichen Bürgerbegehren im Jahr 2019 hatten dessen Mitglieder durchgesetzt, dass die damals bestehenden Stadtpark-Pläne überarbeitet werden mussten – unter Verzicht auf die angedachte Fällung von Bäumen. Thumann betonte aber, dass die Entfernung der beiden Spitzahorne und der Linde explizit vom Neumarkter Stadtrat beschlossen wurde – zudem handle es sich bei den drei Bäumen um die einzigen, welche im Rahmen der gesamten Stadtparkumgestaltung gefällt würden.

Kurz bevor der Bagger die Arbeit aufnahm: Vorstellung der beginnenden Stadtparkumgestaltung. Foto: FMR

Schon wenige Tage nach dem offiziellen Beginn der Maßnahme sorgten übrigens Regen und Tauwetter für ein Verschwinden der Schneedecke. Somit haben aktuell die Archäologen freie Bahn, welche in den nächsten Wochen die Erweiterungsfläche auf Funde aus der Vergangenheit untersuchen sollen. Dennoch ist rund um den Stadtpark weiterhin ein gewisses „Rieseln“ spürbar. Denn sowohl für das ehemalige Parkplatzareal als auch für die bestehende Grünanlage gibt es im Grunde zwei Entwürfe zur Umgestaltung – zum einen die offiziellen Pläne des Büros Lex Kerfers, welche politisch bereits abgesegnet und auf den Weg gebracht wurden. Für deren Umsetzung stellen sowohl die Regierung der Oberpfalz als auch der Bund Zuschüsse aus verschiedenen Förderprogrammen zur Verfügung bzw. in Aussicht. Gerade die erste Förderstelle habe in den letzten Monaten auf einen baldigen Beginn der Maßnahmen „gedrängt“, so Oberbürgermeister Thumann, da sonst die zugesagten Fördermittel von 2,8 Millionen Euro gegebenenfalls in andere Projekte investiert werden müssten. Für die Umgestaltung des bestehenden Stadtparks mit der großen Schanze und den umliegenden Flächen hat der Bund bis zu 3 Millionen Euro aus dem Programm „Anpassung urbaner Flächen an den Klimawandel“ in Aussicht gestellt. Um die Zuschüsse wirklich zu erhalten, müssen laut Stadtspitze die Maßnahmen genau dokumentiert und zahlreiche Richtlinien eingehalten werden.

Der Freundeskreis Stadtpark Neumarkt hat inzwischen für alle betroffenen Areale von einer Landschaftsarchitektin eigene Entwürfe erstellen lassen. Mit einem zweiten Bürgerbegehren möchte er die Realisierung dieser alternativen Pläne durchsetzen. In den kommenden Wochen sollen mindestens 2.300 Unterschriften gesammelt und dann der Stadtverwaltung vorgelegt werden. Die entscheidende Frage ist natürlich: Kann die inzwischen offiziell gestartete Umgestaltung dadurch vorerst gestoppt und schließlich in andere Bahnen gelenkt werden? Oberbürgermeister Thumann verkündete beim Pressetermin im verschneiten „Stadtpark in spe“, es gebe „keinen Raum mehr für ein Bürgerbegehren“, nachdem bereits Beschlüsse des Stadtrates vorlägen und Aufträge an Firmen vergeben worden sein. Dennoch muss die Stadtverwaltung gegebenenfalls eingehende Unterschriftenlisten auf Gültigkeit prüfen und dann müsste der Stadtrat über die Zulässigkeit eines weiteren Bürgerbegehrens entscheiden. Der Teufel liegt jedoch in juristischen Details: Die Rechtsexperten der Stadt müssen im Vorfeld eruieren, ob bereits Verträge der Kommune z.B. mit Handwerksfirmen existieren, bei welchen es Komplikationen geben würde. In diesem Fall könnte sich ein weiteres Bürgerbegehren als „unzulässig“ herausstellen.

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