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Ausstellung „Gedankenwelten“ im „Speicher 28“

„Ich hatte schon seit einigen Jahren Schaufensterpuppen gesammelt, ohne einen wirklichen Verwendungszweck zu haben“, erzählt Ute Gräber. Nun aber kommen die gesammelten Figuren zum Einsatz – in der Ausstellung „Gedankenwelten“, welche noch bis zum 22. Oktober im „Speicher 28“ zu sehen ist. Die Künstlerin nutzt die ehemaligen Räume des BAYWA-Lagers zur Präsentation ihrer Werke. Dabei stellen die Schaufensterpuppen Situationen nach, die in der Alltagswelt des Menschen durchaus nicht ungewöhlich sind: Begegnungen zweier Individuen, Warten in der Schlange und anderes. Gräbers Künstlerkollegin, die Fotografin Daniela Meyer, hat die Szenerien mit der Kamera festgehalten.

Das Besondere an der Ausstellung: Ähnlich wie die echte Welt befindet sich auch diese Welt im ständigen Wandel. Zwischen Vernissage und Finissage wechseln Figuren ihre Positionen und Haltungen, rein-weiße Puppen erhalten im Lauf der Zeit Verzierungen. Dabei greift Gräber auf Materialien zurück, die Symbolcharakter haben: Neonfarben stehen für die Frage „Wie hell will der Mensch im eigenen Leben leuchten“, Blattgold symbolisiert den Wert des Einzelnen in der Gesellschaft. Einige der leblosen-und-doch-lebensnahen Körper sind auch mit kunstvollen Kalligraphien geschmückt. „Ich beschäftige mich nun schon seit 20 Jahren mit der Kalligraphie, die Figuren mit ihren Rundungen zu bearbeiten ist aber etwas anders als auf ebenen Flächen wie z.B. Papier aktiv zu werden – flexiblere Utensilien wie Pinsel sind da hilfreich.“ Starres versucht Gräber sowieso zu meiden bzw. aufzubrechen – diesbezüglich bietet das früher für Agrarprodukte genutzte Gebäude Inspiration und Möglichkeiten: Unverrückbare Holzsäulen aus früheren Jahrzehnten wirken neben frisch installierten Schriftbändern, auch das irgendwann von anderen „Künstlern“ angebrachte Graffitti darf in kreativer Koexistenz mit Gräbers „Weltenwesen“ existieren, so der Künstlername der Schaufensterpuppen. Ein paar von ihnen will Ute Gräber nach dem Ende der Ausstellung verkaufen, dafür sollen jedoch nach Möglichkeit neue hinzukommen. Geplant ist eine Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz – Örtlichkeiten, die für diese „Schau im ständigen Wandel“ passen, müssen noch gefunden werden. Am „Speicher 28“ gefiel Gräber auch folgende spezielle Symbolik: „Früher wurden hier Samen für Felder verkauft – ich biete dagegen Samen, die optimalerweise im Geist des Betrachters aufgehen.“

Öffnungszeiten der Ausstellung:
freitags und samstags 11 – 18 Uhr
sonntags 13 – 18 Uhr
oder nach Vereinbarung unter 0160/56 29 746

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