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Mittwoch, 28 September 2022
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Reges Treiben auf einem Bolzplatz in der Hasenheide

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Neue American-Football-Gruppe trifft sich regelmäßig und sucht dringend weitere Mitglieder

Im Hasenheider Wald kurz vor Sonnenuntergang: Rund 35 American Footballer im Alter zwischen 23 und 35 Jahren gehen ihrem Lieblingshobby nach. Als ideal für die ersten Gehversuche dieser Sportlergruppe erweist sich ein Bolzplatz gegenüber dem Sportplatz des FC Neumarkt Süd.

„Die Anwohner sind freundlich, ich habe das Gefühl, dass wir unterstützt werden“, sagt Toni Simunovic (23), einer der Hauptorganisatoren. Die Stadtverwaltung sei informiert vom Football-Treiben. Jeden Dienstag von 19 bis 21 Uhr (mit tragbaren Flutlichtern) und am Sonntag von 10 bis 12 Uhr treffen sich die „positiv Bekloppten“, wie es Dennis Gehrmann ausdrückt, in der Hasenheide.

Foto: jpl

Er und Toni Simunovic kennen sich seit Jahren und haben schon in der Jugend in Ansbach zusammen American Football gespielt. Die Sportler kommen aus Neumarkt und dem Landkreis, manche aus Amberg oder Nürnberg. Die meisten sind Anfänger und haben noch nie gespielt. Ein halbes Dutzend Erfahrene leitet das Training. Seit Juni diesen Jahres versuchen die Footballer, ihre Treffen regelmäßig und in größerem Stil aufzuziehen. Einige Teilnehmer haben schon unter dem Dach des SV Pölling Football gespielt, als diese Sparte dort noch existierte: „Sie geben ihre Erfahrung weiter“, sagt Toni Simunovic. Und in Pölling hat man sich auch im Herbst vergangenen Jahres zum ersten Mal getroffen, „um zu testen, ob die Leute das gut finden“. Die daraufhin ins Leben gerufene Instagram-Seite hat mittlerweile 500 Abonnenten: „Es ist unsere Anlaufstelle, wir haben das Ganze nun für die breitere Masse aufgebaut“, sagt Toni Simunovic.

Die Footballer beschlossen, frei zu sein und auf dem Hasenheider Bolzplatz zu trainieren. Sie suchen dringend weitere Mitglieder: „Wir brauchen Man-Power: Spieler, Trainer, Ehemalige, Organisatoren – alle sind willkommen“, sagt Toni Simunovic. Die Stadt Neumarkt habe für den Winter bereits eine Turnhallenstunde zur Verfügung gestellt, so können die American Footballer sich zumindest einmal pro Woche auch in der kalten Jahreszeit treffen. „Wenn die Gruppe weiter wächst, könnten wir uns vorstellen, einmal einen eigenen Verein zu gründen“, sagt Toni Simunovic. Für kommendes Jahr sind Freundschaftsspiele geplant – „und vielleicht gibt es ja auch mal einen Ligabetrieb“, hofft Organisator Simunovic.

Auch eine junge Frau trainiert schon mit – und seit ein paar Wochen ist bei den Footballern noch mehr Frauenpower eingekehrt. Die ausgebildete Fitness-Trainerin Nina Limmeroth, die in Richtung Athletik-Trainerin gehen will, schwingt das Zepter beim Aufwärmen. Bevor also Spielformen geübt werden, ist zunächst einmal Warmlaufen mit Nina angesagt, es folgen Sidesteps, Liegestützen und viele andere Übungen aus Ninas professioneller Fitness-Schule. „Wir haben die positive Vision, dass es etwas werden könnte, wenn die Gruppe weiter so wächst“, wagt Toni Simunovic eine vorsichtige Zukunftsperspektive. Interessenten sollen sich bei Dennis Gehrmann unter der Telefonnummer 0173/5108042 melden.

Umfrage:

Lukas Ramsperger (24):

„Die Anforderungen sind komplett anders als beim Fußball. Jede Position ist völlig unterschiedlich. Als Quarterback muss ich dem Team vermitteln, wer welche Laufwege geht oder den Pass kriegt. Mit mir steht und fällt das Team.“

Lukas Ramsperger, Foto: jpl

Philipp Petzoldt (29):

„Mir gefällt besonders der Zusammenhalt. Football ist Schach auf Rasen mit Kühlschränken. Die Kühlschränke sind die großen Jungs – aber nicht nur Muskeln, sondern vor allem Taktik mit Köpfchen ist gefragt.“

Philipp Petzoldt, Foto: jpl

Toni Simunovic (23):

„Ich spiele seit 2015 American Football. Mir gefällt bei dieser Sportart der harte Körperkontakt. Ein abgestimmtes Team funktioniert wie ein Uhrwerk – und daraus entsteht dann auch immer eine familiäre Atmosphäre.“

Toni Simunovic, Foto: jpl

Nina Limmeroth:

„Ich kenne ein paar American Footballer aus dem Fitness-Studio. So bin ich als Trainerin zu der Gruppe gestoßen. Dass ich einmal selbst spiele, glaube ich nicht, es ist nicht mein Plan – aber man weiß nie, was kommt!“

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