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Sonntag, 5 Februar 2023
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Neumarkt feiert den Wiederaufbau des historischen Reitstadels

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Vom Schandfleck zum Aushängeschild

Mehr als ein halbes Jahrtausend lang war der Reitstadel, ursprünglich Ende des 14. Jahrhunderts erbaut, eines der markantesten Gebäude der einstigen Residenzstadt Neumarkt. Im April 1945 wurde der Reitstadel bis auf die Grundmauern zerstört. Nach langjährigen Diskussionen über den endgültigen Abriss oder Wiederaufbau wurde das 500 Jahre alte Gebäuderelikt nach 36-jährigem „Ruinendasein“ wiederaufgebaut. Dies ist vor allem der Initiative der damaligen Oberbürgermeister Theo Betz und Kurt Romstöck zu verdanken, der den Stadtratsbeschluss für den Wiederaufbau als Konzert- und Kulturhaus 1976 initiierte.

Im Frühjahr 1981, vor nunmehr genau 40 Jahren, konnte der „neue“ Historische Reitstadel eröffnet werden. Er wurde zum Konzerthaus von europäischem Rang.

Dabei hatte die Geschichte des monumentalen Zeughauses unspektakulär begonnen: Ende des 14. Jahrhunderts von Pfalzgraf Otto II. errichtet, diente es als Lager für Getreide und Munition und brannte bereits 1520 zusammen mit dem benachbarten Pfalzgrafenschloss ab. Zu dieser Zeit residierte Pfalzgraf Friedrich II. über Neumarkt und brachte erneut höfischen Glanz in die Stadt. Nach seiner Vermählung mit Dorothea, einer Nichte Kaiser Karls, ließ er das neue Renaissance-Schloss erbauen.

Zusammen mit dem gleichzeitigen Wiederaufbau des Zeughauses 1531-1539 und der Hofkirche entstand am Hofplan das repräsentative Zentrum der Residenzstadt. Den Namen „Reitstadel“ bekam das imposante Kastengebäude im 19. Jahrhundert, als die in Neumarkt stationierten Chevaulegers es als Reithalle nutzten.

Foto: Stadtarchiv Neumarkt, Heinrich

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bildete die Ruine für Jahrzehnte einen unkrautüberwucherten „Schandfleck“ inmitten der Altstadt.

Als der Reitstadel schließlich 1981 neu erstand, bekam Neumarkt einen Musentempel par excellence. Die hervorragende Akustik machte den Konzertsaal fast über Nacht berühmt, inzwischen kommen Musiker aus aller Welt zu Tonaufnahmen angereist, und durch die „Neumarkter Konzertfreunde“ sind Konzerte international renommierter Künstler ein Aushängeschild der Stadt geworden.

Im Herbst soll das 40-jährige Jubiläum mit einem dreitägigen Jubiläums-Festival festlich begangen werden. Unter anderem gastiert am 1. Oktober das berühmte Mahler Chamber Orchestra passenderweise mit der Beethoven-Ouvertüre „Die Weihe des Hauses“. Für alle fünf Konzerte gibt es eine Warteliste (www.neumarkter-konzertfreunde.de).

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