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Montag, 6 Februar 2023
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Das Corona-Virus ist allgegenwärtig

Seit März 2020 hält das Corona-Virus die Welt in Atem. Es macht weder Halt vor Grenzen, Geschlechtern oder Nationalitäten. Rund um den Globus sahen sich Mediziner plötzlich mit einem vollständig neuen und unbekannten Krankheitsbild konfrontiert.

Nach den Sommermonaten begann die Zahl der Neuinfektionen wieder exponentiell zu wachsen. Es folgten bundesweite Kontaktbeschränkungen sowie eine aktuelle Ausgangssperre in Bayern von 21 Uhr bis 5 Uhr früh. Lichtblick ist ein in Deutschland kurz vor der Zulassung stehender und hoffnungsvoller Impfstoff.

Die Lage in Neumarkt

Der seit Mittwoch geltende „harte“ Lockdown dient dem Zweck, die Ausbreitung der Pandemie zu reduzieren und die Krankenhäuser zu entlasten. Dicht am Geschehen ist Prof. Dr. Claus Schäfer. Der Chefarzt ist seit März auch Leiter der nicht-intensivpflichtigen Station für Covid 19-Patienten am Klinikum Neumarkt. Er hält die Entscheidung, das öffentliche Leben auf ein Minimum zu reduzieren, für richtig und alternativlos.

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt im Landkreis Neumarkt bei 207,3 die Anzahl der Todesfälle beträgt 68 (Stand 15.12.2020). „Im Frühjahr fehlte uns die entsprechende Schutzausrüstung und das Material war knapp. Heute bereiten uns die steigenden Infektionszahlen und Mitarbeiter, die an der körperlichen und psychischen Belastungsgrenze arbeiten, Kopfschmerzen“, erklärt der Internist.

Derzeit werden 30 Patienten auf der Normalstation betreut. Sieben Intensivbetten stehen für COVID-Patienten bereit. Bis zu 35 Beatmungsplätze sind bei Bedarf kurzfristig verfügbar.

Der bisher jüngste Patient war 38 Jahre alt, der älteste 94. Das Durchschnittsalter liegt bei ca. 74 Jahren. Standard ist, dass jeder stationär aufgenommene Patient unverzüglich mittels PCR-Test auf eine mögliche Coronavirus-Infektion getestet wird. Oberärztin Tanja Seel und die Mitarbeiter im Labor sind in der Lage, täglich bis zu 250 Tests durchführen zu lassen.

Oftmals Spätfolgen

Dass viele Corona-Patienten unter Spätfolgen an Lunge, Niere, Herz und Leber leiden, ist dramatisch. Doch sieht man die Gesamtzahl der Infizierten und Genesenden in Deutschland, so sind Gottseidank nach aktuellem Stand viele ohne Symptome. Individuelle Risikofaktoren und Begleiterkrankungen spielen laut Schäfer bei der Erkrankung eine wesentliche Rolle. Erfreulicherweise gab es in Neumarkt bisher keinen jungen Patienten mit tödlichem Krankheitsverlauf.

Impfen bald möglich

In Kürze startet das Impfzentrum im Gewerbegebiet Loderbach mit seiner Arbeit. Wird sich Prof. Dr. Schäfer dort auch impfen lassen? „Auf jeden Fall. Die Studien für die Impfstoffe sind zwar schnell durchgeführt worden. Alle Sicherheitsprüfungen sind aber erfolgt. Für mich sind diese Impfstoffe sicher, auch wenn es in der Medizin keine hundertprozentige Garantie gibt.“

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