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Dienstag, 6 Dezember 2022
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Keine Angst vor Bademoden?

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Die amtierende „Misses Bayern“ kommt aus Neumarkt

Ein völlig unbeschriebenes Blatt ist Martina Seitz nicht, was das Arbeiten am Laufsteg angeht: Schon in ihrer Heimat, der Slowakei, übernahm sie einige Jobs als Model. Dass die Wahlneumarkterin, welche seit 16 Jahren im Freistaat Bayern lebt, diesen nun offiziell als „Misses Bayern“ vertreten darf, war für sie gewissermaßen selbst eine Überraschung. „Meine Töchter hatten mich ohne mein Wissen bei dem Wettbewerb angemeldet“, verrät die 37-jährige Bürokauffrau, welche gelegentlich auch als Dolmetscherin für die Polizei arbeitet. Ausrichter des „Misses Bayern“-Contests ist dieselbe Agentur, welche auch Schärpen auf bundesweiter Ebene für die „Miss Deutschland“ und „Misses Deutschland“ vergibt. Der letztgenannte Wettbewerb richtet sich dabei vorrangig an verheiratete Damen zwischen 28 und 50 Jahren, welche schon fest im Familienleben stehen und Kinder haben können. Wie im Bereich der „Miss“-Altersgruppe (18 bis 28 Jahre) ist aber auch hier die Nicht-Existenz von Nacktaufnahmen offizielle Teilnahmevoraussetzung.

Im Auswahlverfahren, welches pandemiebedingt nur online stattfand, konnte Martina Seitz sich gegen ihre Mitbewerberinnen durchsetzen und darf nun für ein Jahr den Titel „Misses Bayern“ führen. „Es stehen schon einige Fashionshows und Shootings an, auf die ich mich sehr freue“, erzählt die Amtsinhaberin, „schon als Kind war ich sehr modebewusst und habe mich immer geschminkt und gut angezogen.“ Auf ihre beiden Töchter hat die Leidenschaft laut Seitz abgefärbt – wenn der Nachwuchs selbst irgendwann mal Modelambitionen hegen sollte, würde die Mutter diese zwar unterstützen, aber auch klarmachen, dass es keine einfache Branche ist.

Am ersten Oktoberwochenende war Martina Seitz auch bei der Wahl zur „Misses Deutschland“ dabei − eine ganze Woche lang bereiteten sich die Teilnehmerinnen in einem Hotel zwischen Köln und Bonn auf eine Show vor, bei der die Bundesländer und Regionen der Republik ihre in den Vorentscheiden gewählten „Schönsten“ auf den Laufsteg schickten. Der Titel ging schließlich zwar an eine Mitbewerberin aus Hamburg, dennoch möchte Martina Seitz die Erfahrung nicht missen. „Ich habe so viele faszinierende, moderne Frauen kennengelernt, die nicht nur zu Hause in der Küche stehen möchten, sondern neben Kindern beruflich schon viel erreicht haben bzw. trotz des ‘fortgeschrittenen’ Alters noch viel vorhaben.“

Martina Seitz ist die amtierende „Misses Bayern“.

Eines hat sich in der Welt der Schönheitswettbewerbe nicht verändert: Allen aktuellen Diskussionen über ein modernes Frauenbild in der Gesellschaft zum Trotz liefen die Finalistinnen für den „Misses“-Titel in Bademode über den Laufsteg. „Wir haben auch spekuliert, ob man neben der Abendgarderobe im ersten Durchgang womöglich andere Outfits im zweiten Durchgang präsentieren sollte“, erzählt Martina Seitz. Letztendlich zeigte man sich vor Zuschauern und Dutzenden von Kameralinsen aber doch in Badeanzügen und Co.. „Das gehört einfach dazu in diesem Bereich“, betont die amtierende „Misses Bayern“, „wenn ich als Model ein Problem damit habe, mich so zu zeigen, bin ich für diesen Beruf meiner Meinung nach nicht geeignet.“

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