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Dienstag, 15 Juni 2021
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„Jetzt werd’ ich aber sauer!“ Vorratswirtschaft für Beginner

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Theresa Linhard

Unser Hausgarten versorgt uns vor allem in den Sommermonaten mit frischem Obst und Gemüse. Manchmal sogar so üppig, dass man gar nicht mehr weiß, wohin damit. Familie und Nachbarn sind versorgt? Wie wäre es, einmal über Vorratswirtschaft nachzudenken?

Früher oder später verderben Lebensmittel. Verursacht zum einen durch pflanzeneigene Stoffe, die Enzyme, zum anderen durch Bakterien, Schimmel- und Hefepilze. Dabei gibt es nicht nur schädliche Pilze und Bakterien. Die Menschheit hat im Laufe ihrer Kulturgeschichte einige Möglichkeiten zur Haltbarmachung von Lebensmitteln entdeckt und sich dabei unter anderem auch die positive Wirkung von Bakterien zu Nutze gemacht. Die sechs wichtigsten Konservierungsmethoden sind Einsalzen, Trocknen, in Essig einlegen, Einwecken, Konservierung durch Zucker oder Einfrieren.

Durch die Milchsäuregärung entsteht eine kalorienarme und zugleich ballaststoff- und vitaminreiche Beilage. Foto: Canva, iuliia_n

Einsalzen – das steckt hinter der Herstellung von Sauerkraut. Nach dem Einstampfen und Salzen machen sich sogenannte Milchsäurebakterien an die Arbeit. Sie verarbeiten den übrig gebliebenen Sauerstoff und produzieren Milchsäure. So erhält das Sauerkraut seinen säuerlichen Geschmack und wird für längere Zeit haltbar. Wäre das nicht einmal eine gute Idee zum selbst ausprobieren? Wer Weißkohl in seinem Garten anbaut, hat schon beinahe alles zusammen!

Alles was Sie sonst noch benötigen ist Salz (ca. 15g auf 500g Kraut) und ein Gefäß mit Abdeckung. Das Gefäß und der Deckel dürfen nicht aus Metall bestehen, um chemische Reaktionen mit dem Inhalt zu vermeiden. Entfernen Sie die äußeren Blätter und den Strunk des Weißkohls und reiben oder schneiden Sie das Kraut ganz fein. Schicht für Schicht kommt es nun in das Gefäß. Jede Schicht muss gesalzen und mit einem Holzstampfer oder ähnlichem gut festgedrückt werden. Am Ende wird das Ganze mit einem Krautblatt und Tuch abgeschlossen und die Gefäßabdeckung mit einem Stein beschwert. Der Sauerkrautansatz sollte bei Raumtemperatur (ca. 21 °C) gelagert werden. Von Zeit zu Zeit kann der Schaum abgeschöpft werden. Nach 2 bis 3 Wochen ist das Kraut sauer geworden. Dann kann es bis zum Verzehr an einem kühlen Ort gelagert werden.

Sie haben sich eine leckere, kalorienarme, ballastoff- und vitaminreiche Beilage hergestellt, die mit Dill, geriebenen Selleriesamen oder Kümmel verfeinert werden kann. Vor der Zubereitung sollte man es gut unter fließendem Wasser abspülen, um das Salz auszuwaschen. Wenn Sie nicht alles auf einmal verwenden, achten Sie darauf, dass das restliche Sauerkraut immer gut mit Salzlake bedeckt ist.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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