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Dienstag, 17 Mai 2022
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Investitionen in Millionenhöhe geplant

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Klinikum Neumarkt wappnet sich für die Zukunft

Mit seiner Einladung zum Jahresgespräch in der vergangenen Woche nutzte Klinikvorstand René Klinger die Gelegenheit, Medienvertreter über laufende und zukünftige Themen zu informieren. Bei dem Termin stand daher nicht nur der Rückblick auf zwei von Corona gebeutelte Jahre im Fokus, sondern auch der durch viele neue Projekte bestimmte Blick in die Zukunft.

Dass die Notfallversorgung aller Landkreisbewohner zu jeder Zeit sichergestellt war, betonte Klinger gleich zu Beginn des Treffens. „Die vierte Welle hat uns überrascht, aber wir konnten rasch reagieren.“ Nicht zuletzt habe die eingerichtete Corona-Task-Force dafür gesorgt, schnelle unbürokratische Entscheidungen zu treffen und umzusetzen. Auch die zusätzlich installierte Arbeitsgruppe „Corona“ sei in der aktuellen Pandemie-Zeit ein wichtiger Ratgeber für reibungslose Abläufe. Doch nun sei die Zeit gekommen, insgesamt 70 Betten wieder der Normalversorgung zur Verfügung zu stellen – auch um die Zahl der bis dato angestauten elektiven Eingriffe zu minimieren. Mit einem großen Lob wandte sich Klinger in dieser schwierigen Zeit auch an die komplette Belegschaft. Wechselnde Einsatzorte, das stetige Tragen von Schutzkleidung und natürlich die enorme Arbeitsbelastung stellten alle auf eine harte Probe.

Impfpflicht im Gesundheitswesen

Kopfzerbrechen machen dem Klinik-Chef die 150 Mitarbeiter ohne Impfstatus. Dass beim Thema Impfpflicht im Gesundheitswesen viele Emotionen hochkochen, ist Klinger bewusst. Ab dem 16. März müssen nämlich alle ungeimpften Mitarbeiter dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Neueinstellungen ohne Impfstatus sollen, laut aktuellem Stand, dann nicht mehr möglich sein. „Falls Ungeimpfte nach diesem von der Politik anvisierten Stichtag nicht mehr weiter beschäftigt werden können, sind Maßnahmen notwendig. Um Lücken zu schließen, muss der Stichtag stets im Auge behalten werden. „Wir müssen zum Beispiel im Vorfeld auch Stellenausschreibungen vorbereiten, um den Mitarbeiterstab später weiterhin stabil halten zu können. Denn uns fehlen auch aufgrund temporärer Beschäftigungsverbote (z.B. bei Schwangerschaft sofort) stets ungefähr 40 Mitarbeiter.

Umbau Foyer

Infektionen werden künftig auch den Klinikalltag prägen. Die Zeiten des „offenen Krankenhauses“ dürften damit auch der Vergangenheit angehören. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, plant das Klinikum ab Juni umfangreiche Baumaßnahmen im Foyer. Der Haupteingang und die Cafeteria werden Richtung Nürnberger Straße nach vorn erweitert. Ein Vordach lässt dann auch Besucher nicht mehr im Regen stehen. Die Personalkantine zieht vom Untergeschoss ins Erdgeschoss und grenzt später an die Cafeteria. Eine allgemeine „Zutrittskontrolle“ empfängt Besucher und Patienten direkt am Eingang. Die Patien-teninformation wird nach vorn verlegt. An ihre Stelle wird das „Entlass-Management“ platziert. Die Gesamtkosten betragen ca. 10 Millionen Euro. Fertigstellung ist für Dezember 2023 geplant.

Digital statt analog

Ein zentrales Zukunftsthema ist die Digitalisierung. Sie steht ganz oben auf der Prioritätenliste und ist mit einer Investitionssumme von mehr als zwölf Millionen Euro ein Mammutprojekt. „Wir wollen den Digitalisierungs-Turbo einschalten, alte Zöpfe abschneiden und dem ständig wachsenden Datenvolumen auf Papier den Kampf ansagen“, betont René Klinger. Die digitale Patientenakte liefert eine durchgängige digitale Dokumentation und wird in naher Zukunft die analoge Variante komplett ablösen. Zur Entlastung des Arbeitsalltages setzt man zudem auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

24-Stunden-KiTa

Mit ca. 2300 Beschäftigten gehört das Klinikum Neumarkt zu einem der größten Arbeitgeber im Landkreis. Für Flexibilität und verschiedene Familienmodelle, insbesondere für Beschäftigte im Schichtdienst, bieten zwei klinikeigene KiTas Platz und Betreuung für den Nachwuchs. Derzeit wird die Machbarkeit für einen 24-Stunden-Service geprüft.

OP-Roboter

Am 10. Januar hat in den Abteilungen Chirurgie und Urologie die Roboter-Technik Einzug erhalten.  Der OP-Roboter mit dem DaVinci-System liefert unter anderem eine hochauflösende 3D-Visualisierung sowie eine bis zu zehnfache Vergrößerung. Der Operateur sitzt im nicht-sterilen Bereich, steuert und kontrolliert das Gerät während des gesamten Eingriffs. Ein zweiter Operateur ist stets anwesend und kann die OP im Notfall sofort und direkt am Patienten weiterführen.

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