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Mittwoch, 28 Februar 2024
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Handwerk hat goldenen Boden

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Frühjahrs-Freisprechungsfeier im Landratsamt

Dem festlichen Anlass entsprechend fand vergangene Woche im Landratsamt die Frühjahrs-Freisprechungsfeier von insgesamt 114 Prüflingen statt. Im Beisein vieler Gäste überreichten die Innungs-Obermeister und der Prüfungsausschuss die Gesellenbriefe. Die Begrüßung und Moderation der Veranstaltung übernahm der stellvertrende Kreishandwerksmeister Michael Berchtold.

Stütze der Gesellschaft

„Handwerk hat goldenen Boden“ – diesen Spruch hörten einst schon unsere Eltern und Großeltern.  Und auch heute boomen viele Handwerksunternehmen und freuen sich über volle Auftragsbücher – doch der Nachwuchs fehlt. Auch deshalb gratulierten Ausbilder und anwesende Ehrengäste den erfolgreichen Absolventen zu ihrer Berufswahl. Wie sähe die Welt ohne Handwerker aus? Eine nicht funktionierende Klospülung wäre noch das kleinste Problem. Wer mauert meinen Rohbau, wer fertigt den Dachstuhl und wer verpasst mir den nötigen Haarschnitt? Aktuell scheinen Ausbildungsberufe im Bereich Internet & Computer oder gleich ein Studium höher im Kurs zu stehen als der Job am Backofen, mit dem Malerpinsel oder der Maurerkelle. Welch unschätzbaren Wert das regionale Handwerk hat, brachte Landrat und Hausherr Willibald Gailler auf den Punkt. „Die 1.240 Handwerksbetriebe im Landkreis Neumarkt, meist Familienunternehmen, erwirtschaften mit ihren knapp 18.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.“

Karriere mit Lehre

Albert Hierl, Oberstudiendirektor der Neumarkter Berufsschule, betonte, dass die klassische Lehre ein solides Fundament und ein enormes Entwicklungspotenzial biete. Denn nach der Ausbildung sei neben dem Besuch einer Meisterschule auch ein Studium möglich. Auch die Berufe sind komplexer geworden. „Nur“ Fleisch zerlegen, Wurst herstellen und verkaufen, hat mit dem Arbeitsablauf des Metzgers nicht mehr viel zu tun. Heutzutage gehören Fleisch- und Ernährungskunde, Zubereitung, Dekoration und Catering zum Standard. Im Baugewerbe haben 3D-Zeichnungen, computer- und lasergestützte Geräte längst Einzug gehalten. Sie leisten mithilfe von Fachpersonal nahezu überall millimetergenaue Präzisionsarbeit. Traditionelle Werkzeuge wie Hammer, Maurerkelle oder Schraubenzieher in Kombination mit modernster Technik dominieren in allen Betrieben und Werkstätten.

In folgenden Ausbildungsberufen wurden die Prüfungen abgelegt:

Anlagenmechaniker für Sanitär-/Heizungs-/Klimatechnik (22 Lehrlinge)

Elektroniker (28 Lehrlinge)

Feinwerkmechaniker (19 Lehrlinge)

Metallbauer (25 Lehrlinge)

Maurer (2 Lehrlinge)

Technischer Systemplaner (1 Lehrlinge)

Zimmerer (17 Lehrlinge)

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