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Mittwoch, 1 Februar 2023
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Ein Fußball spielender Schulleiter

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Karlheinz Dölle reizt die neue Aufgabe am Ostendorfer Gymnasium – und auch der Pamir Highway

Seit 12. Februar – dem Geburtstag seines Vaters – ist Karlheinz Dölle neuer Schulleiter am Ostendorfer Gymnasium. „Ich bin sehr gut und freundlich hier aufgenommen worden und es gab zur Begrüßung gleich eine Oberpfälzer Brotzeit“, sagt der 61-Jährige im Gespräch mit dem Neumarkter WOCHENBLATT. Die Vesper war zu seiner Überraschung fleischlos, denn irgendwie hatte es sich im Kollegenkreis schon herumgesprochen, dass Karlheinz Dölle Vegetarier ist. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit des neuen OG-Chefs, der im schönen Kalchreuth wohnt und jeden Tag „guten Gewissens“, wie er sagt, mit dem Elektro-Auto nach Neumarkt pendelt. Sport ist die große Freizeit-Passion von Karlheinz Dölle. In der A-Jugend hat er in der Bayernliga für den SK Lauf Fußball gespielt – und als Erwachsener schaffte der offensive Mittelfeldspieler gar den Sprung zu den Amateuren des 1. FC Nürnberg in die Landesliga, mit denen er schon mal vor vollem Stadion das Vorspiel zu den Profis im Frankenstadion bestritt. „Ich wäre gern Profi geworden“, sagt er, „doch andere waren besser.“

Aktuell ist sein sportlicher Anspruch nicht geringer geworden. Für dieses Jahr war eine Fahrradtour über 1300 Kilometer inklusive Pamir-Highway geplant mit der Bezwingung eines 4655 Meter hohen Passes. Dieses Unternehmen fiel der Pandemie und den dortigen unsicheren politischen Verhältnissen zum Opfer, ist aber nun ganz fest für kommendes Jahr eingeplant. Daran erinnert schon alleine eine Karte in Dölles Arbeitszimmer, auf der die geplante Route von Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, nach Osch, der zweitgrößten Stadt Kirgisistans, dick eingezeichnet ist.

Fußball spielt Karlheinz Dölle immer noch gerne, mittlerweile beim TSV Gräfenberg in der AH. Ideologisch ist er vom 1. FC Nürnberg abgewandert und zeigt verschmitzt auf einen Schokohasen mit Bayern-München-Trikot in seinem Arbeitszimmer: „Als Club-Fan muss man zum Leiden geboren sein“, beschreibt er einen der Gründe, der die Verbindung zum Club abbröckeln ließ. Dem nicht genug: Auch Tennis, Skilanglauf und ein wenig Motorradfahren gehören zu den Faibles des neuen OG-Schulleiters.

Er hatte sich als stellvertretender Chef des Nürnberger Hans-Sachs-Gymnasiums für die Stelle in Neumarkt beworben, weil er noch mal etwas Neues machen wollte. Als Diplom-Mathematiker war er bestrebt, auch ein musisch-sprachlich-sozialwissenschaftliches Gymnasium kennenlernen – und vermisst bitter die coronabedingt fehlenden Musikkonzerte an seiner neuen Schule. Als erste berufliche Aufgabe heißt es auch für ihn, den „Weg zurück in die Normalität zu finden.“ Den Begriff Digitalisierung will er an der Schule „mit Leben und vernünftigen Unterrichtsformen füllen.“ Eine Schule mit 800 Schülern und 80 Lehrern sei mit einem mittelständischen Unternehmen zu vergleichen: „So etwas kann man nur im Team bewältigen“, sagt der 61-Jährige: „Wir Franken sind gar nicht so unkommunikativ!“

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