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Montag, 26 September 2022
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Die „große Hitze“ im Blick

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Freundeskreis Stadtpark Neumarkt stellt eigenen Plan für eine ökologische Umgestaltung vor

Das Projekt „Stadtparkumgestaltung“ galt 2020 inoffiziell für einige Zeit als „beerdigt“, nachdem die vor einigen Jahren gefassten Entwürfe u.a. auf Kritik wegen geplanter Baumfällungen gestoßen waren. Ein erfolgreicher Bürgerentscheid forderte 2019 eine Änderung der Pläne unter „ökologischen“ Gesichtspunkten, die neuen Konzepte lehnte eine Ratsmehrheit jedoch im Hinblick auf gestiegene Umsetzungskosten ab. Schließlich wurde das Thema Ende 2020 vom neu gegründeten Verein „Freundeskreis Stadtpark Neumarkt“ und auch von der Stadtpolitik doch noch einmal aufgegriffen.

Im Vorfeld der Ratssitzung am Mittwoch dieser Woche hat der Verein selbst einen Plan für die Parkumgestaltung erarbeitet. „Er ist das Ergebnis vieler Gespräche und bezieht die zahlreichen Wünsche nach einer ökologischen Ausrichtung und den Verzicht auf zusätzliche Versiegelung durch Stein-, Pflaster- oder Asphaltflächen ein“, betonen die Verantwortlichen – somit entspräche der Vorschlag wohl vollständig dem neuen Förderprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel”. Ein wichtiges Merkmal für den Freundeskreis: Es muss kein einziger großer Baum gefällt oder verpflanzt werden, wenn eine kurze Strecke des unterirdisch verlaufenden Leitgrabens, welcher freigelegt werden soll, noch verrohrt bleibt. Als Ausgleich dazu dürfe der Wasserlauf anschließend etwas „mäandern” und werde verbreitert und sogar „begehbar”. Unter den Ideen finden sich auch eine Streuobstwiese und ein Naschgarten, die gerade „Stadtkindern“ einen direkten Bezug zu Nutzpflanzen & Co. vermitteln könnten.

Im Blick haben die Vereinsmitglieder bei ihrem Entwurf auch die fortschreitende Erderwärmung: Der Spielplatz sollte nach ihren Vorstellungen nur mit Naturmaterial realisiert werden, für die Wege empfehle sich Feinkies als Belag, welcher sich nicht so schnell aufheize wie Asphalt oder Pflaster. Prinzipiell fordert der Freundeskreis für den Parkplatz „Wunder“, welcher in den Stadtpark integriert werden soll, soviel neues und abwechslungsreiches Grün wie möglich, um das Stadtklima positiv zu beeinflussen. Auf einen in den ursprünglichen Plänen angedachten Freiluft-Ausschank und eine neue Toilettenanlage an der Schanze soll verzichtet werden – bezüglich der Bewirtung und „stillen Örtlichkeiten“ würde man sich eine Kooperation der Kommune mit dem „Parkcafé“ vor Ort wünschen, gegebenenfalls auch in Form eines Anbaus.

„Die Kosten für unseren Vorschlag dürften sich weit unter denen der bisherigen Planung bewegen“, mutmaßen die Freundeskreis-Vorsitzenden Karin Preissler und Michael Haslbeck, „diesbezügliche Berechnungen sind aber natürlich Aufgabe eines Planungsbüros, hier möchten wir uns keine Kompetenzen anmaßen.“ Im letzten Planungsstadium vor dem temporären „Aus“ Mitte 2020 war für die Neugestaltung des Areals eine Investition von 6,2 Millionen Euro veranschlagt worden – inzwischen zeichnete sich jedoch ab: Auch für eine nun erst startende Maßnahme könnten noch stattliche Fördermittel aus verschiedenen Töpfen bezogen werden.

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