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Mittwoch, 29 Juni 2022
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Archäologische (Be-)Funde sorgen für Spannung

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Was die Bauarbeiten im Stadtpark zu Tage bringen

Die Arbeiten zur Erweiterung des Neumarkter Stadtparks auf dem „Wunder-Parkplatz“ schreiten voran und bringen dabei immer wieder überraschende Funde ans Tageslicht. Denn beim Rückbau der alten Parkplatzflächen lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Freilegung eventueller historischer Überreste, da sich die Fläche im direkten Bereich der mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Stadtbefestigung befindet.

Einblick in die Historie

Im Bereich der heutigen Einfahrt in die Tiefgarage „Residenzplatz“ lag damals direkt an der Stadtmauer der wassergefüllte Stadtgraben, an dem auch die „Hofmühle“ angesiedelt war. Von diesem Gebäude wurden mehrere Mauerreste freigelegt, auf denen später nach dem Bau des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals das Schleusenwärterhaus errichtet wurde. Als besondere Überraschung gilt jedoch der Fund einer alten Kopfsteinpflaster-Straße aus Kalkstein in sehr gutem Erhaltungszustand. Der Vorläufer der heutigen Mühlstraße zeigt noch immer Fahrspuren ehemaliger Pferde- und Ochsenkarren. Da die Nebengebäude der „Hofmühle“ später in diese Straße hineingebaut wurden, schätzen die Archäologen den Bau auf das 17. oder sogar 16. Jahrhundert zurück. Der Mühlenbetrieb endete in den 1840er-Jahren, als der Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals der Mühle sprichwörtlich das Wasser abgrub.

Die historische Kopfsteinpflasterstraße. Foto: Rehberger/Fa. Adilo

Mit Spannung wird jetzt der Abschluss der Grabungen erwartet. Ob und welche Funde schlussendlich erhalten und sogar in die Gestaltung des Stadtparks integriert werden können, prüft die Stadt Neumarkt gemeinsam mit den beauftragten Landschaftsarchitekten.

Vom einstigen Hotel Wunder wurden nur wenige Überreste entdeckt. Allerdings ist im historischen Verzeichnis der Besitzer entlang der Mühlstraße von damals bereits der Schmiedemeister Fidel Wunder aufgeführt. Gemäß der Stadtteilchronik Woffenbach gründete dieser wohl um 1876 die Schmiedewerkstatt. Sein Sohn oder sein Enkel eröffnete dort später das gleichnamige Hotel Wunder.

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