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Montag, 6 Februar 2023
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Wege aus der Krise: Jetzt selbständig machen oder lieber warten?

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Die Corona-Pandemie und die verhängten Lockdowns haben das Leben vieler Menschen kräftig durcheinandergebracht. Home-Office, Home-Schooling, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, geschlossene Bars, Restaurants, Fitness-Center und Kinos. Das ist für viele der Corona-Alltag.

Es gibt jedoch auch viele Menschen, die kein Home-Office machen und trotzdem auf einmal den ganzen Tag zu Hause sind. Sie wurden in Kurzarbeit mit null Stunden oder gleich in die Arbeitslosigkeit geschickt. In der Oberpfalz waren im Dezember 2020 etwa 21.000 Menschen arbeitslos.

Der Anstieg gegenüber dem Dezember des Vorjahres lag bei 2,6 %. Die Region hat jedoch noch Glück gehabt, da es hier eine „starke Industrie und einen guten Branchenmix“ gibt. sagte der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen Ralf Holtzwart gegenüber dem Bayrischen Rundfunk. Die gesamte Arbeitslosigkeit in der Region liegt bei etwa 3,2 % und ist damit wesentlich niedriger als in anderen Regionen Bayerns oder Deutschlands. Nichtsdestotrotz ist es für die betroffen, die arbeiten wollen ein schwerer Schicksalsschlag.

Nicht aufgeben, sondern neue Pläne schmieden

Wer in die Arbeitslosigkeit gerät ist in der Regel eine Zeit lang durch das Arbeitslosengeld abgesichert. Manche müssen indes auch Hartz 4 beantragen. Es werden Bewerbungen geschrieben und normalerweise dauert es bei qualifizierten Mitarbeitern auch nicht lange bis eine neue Anstellung gefunden wurde.

In der derzeitigen Krise ist jedoch alles anders. Da viele Firmen aktuell viele Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt haben, herrscht teilweise auch ein genereller Einstellungsstopp. Die Folge sind abgelehnte Bewerbungen und Frust. Bei nicht wenigen Menschen bei manchen drückt die Situation auch auf die Psyche und sie werden missmutig. Das muss jedoch nicht sein.

Natürlich ist es legitim sich tagsüber auf dem Sofa die neuen Netflix-Staffeln anzusehen, Computer zu spielen oder auf dem Handy ein paar Spiele um Echtgeld zu machen. Bei https://neuecasinos24.com/beste-online-casinos finden sich übrigens neue Anbieter mit großer Slot-Auswahl. Rausgehen oder Freunde besuchen ist zurzeit ja ohnehin kaum möglich. Ein Dauerzustand sollte das jedoch nicht werden.

Vielmehr gilt es jetzt, seine eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren oder vielleicht sogar neu zu definieren und vielleicht sogar an eine Selbständigkeit zu denken. Die nun zur Verfügung stehende Zeit kann zur Vorbereitung genutzt werden. 

Selbständig machen in Corona-Zeiten?

Der eine oder andere wird jetzt sicherlich sagen, dass jetzt der schlechteste Zeitpunkt ist, sich selbstständig zu machen. Der Grund ist, dass viele Selbständige gerade selbst ums wirtschaftliche Überleben kämpfen und ebenfalls auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Das ist jedoch nur die eine Seite. Die Impfungen gegen das Coronavirus sind in vollem Gange. Die ersten Lockerungen sind in Kraft getreten.

Irgendwann in nicht allzu langer Zeit wird sich das Leben wieder halbwegs normalisieren. Deshalb ist es für diejenigen, die darüber nachdenken, sich selbständig zu machen, nicht die schlechteste schon jetzt damit anzufangen. Die Selbstständigkeit sollte schließlich gut vorbereitet sein. Für finanzielle Hilfen wird ein Businessplan benötigt, den man jetzt schon schreiben kann. Für aufwendige Recherchen zur Konkurrenzsituation oder den Zukunfts- und Wachstumsaussichten wird es wahrscheinlich nie wieder so viel zeit wie heute geben.

Mit welchen Hilfen angehende Selbständige rechnen können?

Wer derzeit Arbeitslosengeld bezieht und sich selbständig machen möchte hat einen Anspruch auf einen Gründungszuschuss. Der angehende Selbständige erhält dann zunächst für den Zeitraum von sechs Monaten neben seinem Arbeitslosengeld auch noch 300 € zusätzlich zur sozialen Absicherung. Sind die sechs Monate um, kann der Gründer auf Antrag neun weitere Monate einen Zuschuss von 300 € für seine Sozialversicherung, die er nun selbständig zahlen muss, erhalten.

Bezieher von ALG II können anstatt des Gründerzuschusses das sogenannte Einstiegsgeld können beantragen, wenn sie sich selbstständig machen wollen. Der Zuschuss wird maximal 24 Monate lang gezahlt, wobei die Höhe der Förderung individuell bemessen wird.

Zur Finanzierung der Geschäftseinrichtung oder der notwendigen Betriebsmittel kann auch ein Kredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Die Kredite und Konditionen sind speziell auf die Bedürfnisse der Gründer zugeschnitten. Es werden neben günstigen Zinsen zum Beispiel auch tilgungsfreie Anlaufjahre angeboten. Vielfach ist es auch möglich, einen Kredit zu erhalten, wenn wenig oder sogar gar kein Eigenkapital vorhanden ist.

Crowdlending ist ebenfalls eine Möglichkeit an eine Finanzierung zu kommen. Kreditnehmer müssen dabei sich und ihr Vorhaben auf einer Crowdlending-Plattform präsentieren, um den gewünschten Kredit zu erhalten. Um Geld über Crowdlending-Plattformen zu erhalten ist jedoch eine gewisse Bonität Voraussetzung. Es sollten also möglichst keine Mahnbescheide vorliegen und auch sonst keine Schufa-Einträge vorhanden sein.

Selbständig ja, aber als was?

Laut einer Erhebung des Statistikportals Statista auf https://de.statista.com/ im vierten Quartal machten sich die meisten im Bereich Software und E-Commerce selbständig. Der Boomende Online-Handel nietet tatsächlich beste Aussichten auf einen dauerhaften Erfolg, da die Menschen immer mehr Waren und auch Lebensmittel online einkaufen.

Nach dem E-Commerce finden auch viele Gründungen im Medizin- und Pflegebereich sowie in den Bereichen Lebensmittel, Mobilität und Bildung statt. Im Tourismusbereich oder in der Gastronomie finden aktuell aus nachvollziehbaren Gründen die wenigsten Existenzgründungen statt.

Das ist jedoch kein Grund sich abschrecken zu lassen, falls sich jemand genau in diesen Bereichen selbständig machen möchte. Schließlich wird es auch eine Zeit nach Corona geben. Wer dann gut vorbereitet ist, wird sich auch schneller am Markt etablieren können.

Die Oberpfalz mit dem Bayrischen Wald bietet schließlich auch die besten Voraussetzungen sich im Tourismussektor oder in der Gastronomie selbständig zu machen. Es darf erwartet werden, dass es nicht lange dauert, dass mit den fortschreitenden Impfungen und weiteren Lockerungen auch wieder vermehrt Touristen in die Region kommen und hier auch übernachten oder sich verpflegen wollen.   

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