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Montag, 6 Februar 2023
StartKurz und wichtigEines der größten Hochwasserrückhaltebecken der Stadt ist fertiggestellt

Eines der größten Hochwasserrückhaltebecken der Stadt ist fertiggestellt

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Mit der Anlage am Altweihergraben baut die Stadt den Hochwasserschutz weiter aus

„Wir haben in nur neun Monaten Bauzeit für rund 1,6 Millionen Euro ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken, diesmal im Bereich Altweihergraben beim Stadtteil Woffenbach errichtet“, konnte Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann bei einem Termin vor Ort verkünden. „Mit seinen über 18.000 Kubikmeter Fassungsvermögen ist die zweigeteilte Anlage eine der größten in der Stadt.“ Zusammen mit dem Leiter des Umweltamtes der Stadt Werner Schütt erläuterte er die Zielsetzung für dieses Becken. Es dient dazu, das Abflusssystem des Woffenbachs bei Starkregenfällen nicht zu überfordern, indem im Notfall eines so genannten „100-jährigen Regenereignisses“ das Wasser aus einem 2,5 Quadratkilometer großen Areal dort gesammelt und zeitweise aufgenommen wird. Wie Ralf Dotzer vom beauftragten gleichnamigen Ingenieurbüro ausführte würden dadurch nur noch 20 Prozent des aus dem Gebiet ankommenden Wassers über den Woffenbach abfließen, während der Rest in den Becken zwischengespeichert wird. Und wenn der Woffenbach wieder aufnahmefähig ist, wird das gespeicherte Wasser dosiert wieder abgeleitet.

Für das zweitgeteilte Becken am Altweihergraben wurde eine vorher intensiv genutzte landwirtschaftliche Fläche naturnah zu einem zweigeteilten Erdbecken mit einer artenreichen Wiese und feuchten Senken umgebaut. „Wir haben schon beim Bau der Becken am Flussgraben in Pölling gesehen, wie sich unsere nachhaltige und sorgsame ökologische Landschaftsplanung überaus positiv ausgewirkt hat“, stellt Neumarkts Oberbürgermeister Thumann fest. „Fachleute haben uns dort bestätigt, dass wir bei der Umsetzung den Natur- und Artenschutz so vorbildlich mit einbezogen haben, dass wir dadurch wertvolle Lebensräume für eine Vielfalt an Arten geschaffen haben, ja sogar für zahlreiche Arten, die vorher gar nicht vorhanden waren. Hier in Woffenbach erhoffen wir uns einen ähnlichen Effekt, daher haben wir wieder einen Landschaftsplaner beauftragt.“ In diesem Zusammenhang dankt Amtsleiter Schütt dem Grundstücksbesitzer, der diese wichtige Maßnahme möglich gemacht hat.

Das Einzugsgebiet für das neue Regenrückhaltebecken bei Woffenbach beträgt rund 2,5 Quadratkilometer. Das gesamte Beckenvolumen umfasst über 18.000 Kubikmeter, dafür waren rund 8.500 Kubikmeter Oberboden und rund 37.000 Kubikmeter Erde abgetragen worden. Ausführende Firma war das Unternehmen Bögl, dessen Vertreter Ewald Dotzer davon sprach, dass die Arbeiten gut abgewickelt werden konnten. Die Planung der Maßnahme lag beim Ingenieurbüro Dotzer aus Neumarkt, die ökologische Planung und Umsetzung hat Landschaftsarchitekt Stefan Weidenhammer aus Amberg übernommen. Die Kosten für diese Maßnahme liegen bei rund 1,6 Millionen Euro, wobei die Stadt Neumarkt auf eine Förderung von rund 50 Prozent vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg hoffen darf.

„Schon seit Jahren gehört der Schutz vor Überflutung aus der Kanalisation und der Hochwasserschutz zu den wichtigen Aufgaben der Stadt und wir haben viele Millionen Euro dafür investiert“, erinnerte OB Thumann an die vorausschauende Vorgehensweise der Stadt. „Insgesamt fast 39 Millionen Euro sind es, die wir für die Schaffung von Stauraumkanälen, Regenrückhaltebecken und neuen Kanalsystemen sowie den Bau von an den Bächen gelegenen Hochwasserrückhaltebecken und für Renaturierungen und Freilegungen verrohrter Gewässer ausgegeben haben.“ Die Grundlage bilden das Hochwasserschutzkonzept aus dem Jahr 2006 und der Generalentwässerungsplan, die beide fortgeschrieben werden.

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