Erfolgsgeschichte Neumarkter Ärztehaus

Erfolgsgeschichte Neumarkter Ärztehaus

Susanne Weigl

Mit der Eröffnung des neuen Ärztehauses an der Regensburger Straße hat die Stadt Neumarkt vor zehn Jahren ein neues Aushängeschild bekommen.

Planmäßig konnten einst nahezu alle Praxen zum 1. April 2009 ihre Pforten für die Patienten öffnen. Ursprünglich war das imposante Gebäude als „Gesundheitszentrum am Unteren Tor“ geplant. Nachdem diese Pläne jedoch gescheitert waren, konnte das Projekt Ärztehaus schließlich auf dem Gelände des ehemaligen Möbelhauses Brand realisiert werden. Am 22. August 2007 wurde das Areal von den sechs Investoren Dr. Wolfgang Bärtl (Orthopädie), Dr. Klaus Kubitschek (Innere Medizin), Dr. Georg Kellner (Orthopädie), Dr. Andreas Röschl (Kardiologie), Dr. Albert Schreiber (Chirurgie) und Dr. Marie-Luise Vogel (Allgemeinmedizin) erworben.

Fünfzehn Fachgebiete

Verteilt auf vier Stockwerken und 6.000 Quadratmetern sind innerhalb von zwölf Monaten dreizehn individuell gestaltete Praxen mit Einzelgrößen zwischen 80 und 500 Quadratmetern entstanden. Diese decken nun insgesamt fünfzehn Fachgebiete ab. Hinzu kommen eine Praxis für Physiotherapie, eine Praxis für Ergotherapie, ein Orthopädie-Fachgeschäft sowie ein ambulantes OP-Zentrum. Ein großzügiger Tagungsraum steht praxisübergreifend allen Medizinern im Ärztezentrum und auch externen Anbietern zur Verfügung. Zwischen 40 und 120 interessierte Teilnehmer schätzen das kostenlose „Bürger“-Angebot mit wechselnden und für Laien verständlich aufbereiteten medizinischen Themen. Seit Anfang 2019 finden dort zudem auch Patientenveranstaltungen des Gesundheitsforums, einer gemeinsamen Aktion der niedergelassenen Ärzte des Landkreises Neumarkt und des Klinikums Neumarkt, statt.

Die NM vital-Apotheke mit separatem Phytopharmaka-Bereich im Erdgeschoss wird von Apothekerin Margit Schlenk aus Nürnberg betrieben und ergänzt das medizinische Angebot in idealer Weise. Für Ruhepausen oder zur Überbrückung von Wartezeiten bietet sich ein Besuch im Bistro-Restaurant „Lex“ im Erdgeschoss an. Alle verfügbaren Flächen sind heute belegt. Um den gestiegenen Raumbedarf der Radiologischen Praxis Dr. Neumaier & Kollegen abzudecken, wurde im Jahr 2009 sogar ein Anbau errichtet.

Im weitläufigen Eingangsbereich schmückt naturbelassener Jurastein die Wände am Treppenaufgang. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass unsere Patienten beim Betreten nicht gleich von einem anonymen Treppenhaus empfangen werden, sondern sich gleich wohl fühlen und vor allem auch zurecht finden“, erklärten Dr. Klaus Kubitschek und Architekt Theo Nutz übereinstimmend.

Wahlweise über den Treppenaufgang oder mit zwei Aufzügen gelangen die Patienten in die oberen Stockwerke. Auf jeder der vier Etagen zieren Bilder regionaler Künstler die Wände. Einige Exponate sind auch als Skulpturen präsent.

Patienten, die den öffentlichen Busverkehr nutzen, erreichen das medizinische Zentrum direkt an der Haltestelle „Ärztehaus“.