Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“

Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“

Susanne Weigl

Es hört sich an wie das finstere Mittelalter: Noch bis 1977 brauchten Frauen die Erlaubnis des Ehemannes, wenn sie den Führerschein machen wollten. Bis 1962 durften Frauen ohne Zustimmung des Ehemannes kein eigenes Bankkonto eröffnen und bis 1958 war das Okay des Gatten notwendig, wenn eine Frau berufstätig sein wollte. Heutige Generationen mögen darüber lächeln, aber unsere Mütter und Großmütter haben diese Zeiten erlebt und sich ihre Rechte bitter erkämpfen müssen.

Das Frauenwahlrecht

Als wichtiges Datum und politischer Meilenstein auf dem Weg zur Emanzipation gilt der 12. November 1918. Es war die Geburtsstunde des Frauenwahlrechtes. Zum ersten Mal konnten Frauen am 19. Januar 1919 wählen und gewählt werden. Über 80 Prozent der wahlberechtigten Frauen gaben damals ihre Stimme ab. Es kandidierten dreihundert weibliche Bürger.

Zu diesem historischen Anlass hat die Gleichungsstelle des Landkreises Neumarkt zusammen mit den politischen Parteien CSU, SPD, Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen, FDP sowie dem DGB und den Landfrauen die Plakatausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ organisiert. Sie zeigt die Werbung um die politische Beteiligung der Frauen in den drei wichtigen demokratischen politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Allgemeine Wahlraufrufe stehen dabei neben Werbeplakaten für verschiedene Parteien und Vereinigungen. Die Ausstellung ist bis zum 17. November im Einkaufszentrum NeuerMarkt zu den Öffnungszeiten zu sehen.