Vogelblick auf ein Mammutprojekt

Vogelblick auf ein Mammutprojekt

Ulrich Badura

Aus der Luft ist es mit am besten sichtbar, was sich seit dem Spatenstich für die Ortsumgehung Mühlhausen vor ziemlich genau einem Jahr getan hat. Bereits Anfang Februar erfolgte z.B. ein wichtiger Brückenschlag für die Trasse: Vier Stahlverbundteile von 38 Metern Länge und einem Gewicht von je 60 Tonnen wurden von kräftigen Kränen an Ort und Stelle gehoben. Sie werden die Fahrbahn und den Geh- und Radweg tragen, welche von der Mühlhausener Ortsmitte nach Weihersdorf führen. Noch heuer sollen sie befahrbar sein.

Bereits im zurückliegenden Winter, so Baudirektor Alexander Bonfig vom Staatlichen Bauamt in Regensburg, wurde die Renaturierung der Sulz voran getrieben - insgesamt sei man dem Zeitplan sogar etwas voraus. Noch in diesem Jahr soll der Verkehr auf die Umgehung gelegt werden, zunächst müssen sich die Autofahrer jedoch auf Unannehmlichkeiten einstellen. Bereits seit Mittwoch dieser Woche ist die B299 nördlich von Mühlhausen in Fahrtrichtung Neumarkt gesperrt – in Höhe der Zufahrt Wappersdorf wird die Anbindung an die neue Anschlussstelle hergestellt. Die Umleitung in Richtung Neumarkt erfolgt großräumig ab Pollanten über die Staatsstraße 2237 nach Erasbach bzw. Freystadt und weiter über die Staatsstraße 2238 in die Jurastadt.

Die Bundesstraße B 299 gilt als wichtige Verbindung zwischen den Landkreisen Neumarkt und Amberg-Sulzbach sowie der Stadt Amberg. Bereits in der Vergangenheit wurde die Trasse immer wieder verbessert, geplant ist u.a. noch ein dreispuriger Ausbau von Mühlhausen nach Neumarkt, die Ergänzung des Pöllinger Kreisels mit einer Abfahrt in den Ortsteil, Entschärfungen zwischen Kastl und Ursensollen sowie die Umgehung von Ursensollen. Im südlichen Bereich sollen nach Fertigstellung der Umgehung Mühlhausens noch einige besonders kurvenreiche Abschnitte punktuell entschärft werden.