Ein Tor zur Stadt im stetigen Wandel

Ein Tor zur Stadt im stetigen Wandel

Ulrich Badura

Zweistöckig oder dreistöckig – das ist momentan eine Grundsatzfrage in der Nürnberger Straße. Aktuell plant Bauherr Theo Nutz für das leerstehende Areal gegenüber der Tankstelle noch auf zwei Ebenen. Im Erdgeschoss seines Neubaus sind eine NORMA-Filiale sowie ein Haustechnik-Großhandel mit Ausstellungsfläche und eine Bäckerei mit Cafébereich vorgesehen. Im ersten Stockwerk sollen 2 bis 3 Büros entstehen und 25 Hotelzimmer. „Diese sind komfortabel ausgestattet, aber ohne Service“, erklärt Nutz, ein Betreiber für die Hotellerie stehe noch nicht fest. Die Baumaßnahmen sollen in 2 bis 3 Wochen beginnen, aktuell berät der Bauausschuss der Stadt Neumarkt jedoch noch darüber, ob man eine spätere Aufstockung auf eine dritte Ebene zulässt. Denn aufgrund der Hanglage liegt der Neubau rund eineinhalb Meter tiefer als die Nürnberger Straße, er wirkt also für die Autofahrer nicht unbedingt wie ein typisches zweistöckiges Gebäude. Gerade an dieser Stelle, welche aus Richtung Nürnberg kommend ein „Tor zur Stadt“ darstellt, wünschen sich einige Stadträte eine höhere Bebauung. Ob neben zwei bestehenden Lebensmittel-Discountern in diesem Bereich noch ein dritter Anbieter Sinn macht, wurde in Neumarkt schon diskutiert. Wer sich jedoch andere Kommunen ansieht, vor deren Toren eine ähnliche Situation herrscht, muss zugeben, dass die Filialen der Mitbewerber dennoch irgendwie alle frequentiert werden.

An den Baukran gewöhnt

Nicht zuletzt aufgrund der Länge der Nürnberger Straße kann man fast sicher sein: Irgendwo wird immer gerade gebaut. Zuletzt war dies bei der Erweiterung am Möbelhaus Werner der Fall, der Autoteilemarkt ATU erhielt dadurch ein neues Domizil. ALDI will seine existierende Filiale um 260 Quadratmeter erweitern und am Klinikum stehen aufgrund zahlreicher Erweiterungen seit rund einem Jahrzehnt die Baumaschinen nicht mehr still. „Die Straße ist eine Hauptentwicklungsachse für die Stadt Neumarkt“, meint Architekt Theo Nutz, „auch das sollte man in den Bebauungskonzepten berücksichtigen, wenn es z.B. um Gebäudehöhen geht.“ Der ein oder andere Neumarkter kann sich wahrscheinlich noch daran erinnern, dass die Frage, wie hoch der „Neue Markt“ am Unteren Tor wirken dürfe, im Planungsstadium lange Zeit umstritten war. Prägend für die Nürnberger Straße wird aber auch die längerfristige Entwicklung auf dem Areal am Flughafen sein. Noch bis 2020 läuft der Pachtvertrag der Flugsportler, danach könnte man das Gelände weiterentwickeln. Als Standort für das Ganzjahresbad kommt es bekanntlich nicht mehr in Frage, andere Ideen für die immer noch recht zentrumsnahe Fläche wurden aber bereits diskutiert, z.B. eine grüne  „Erweiterung“ des Landesgartenschaugeländes.