Ideen für die Keimzelle

Ideen für die Keimzelle

Eine "Keimzelle" für High-Tech-Firmen soll er nach Angaben der Verantwortlichen werden, der Technologiecampus Parsberg-Lupburg – und zugleich eine Plattform für das Knüpfen von Netzwerken und Geschäftskontakten. Vor diesem Hintergrund hatte die Abteilung Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Neumarkt regional ansässige Firmen zum Dialog mit der Technischen Hochschule Deggendorf und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg eingeladen. Das Interesse, sich bereits im Planungsstadium einzubringen, war bei vielen Unternehmen groß – der innovative 2-Mann-Betrieb war ebenso bei der Veranstaltung im Burgsaal Parsberg vertreten wie "Global Player" der Region.

„Parsberg ist ein besonders starker, innovativer und leistungsfähiger Wirtschaftsstandort im Landkreis", betonte Landrat Willibald Gailler bei seiner Begrüßung, "der Technologiecampus wird für die Region, aber auch für die angewandte Forschung der TH Deggendorf und der OTH Regensburg neue Impulse setzen.“ Er dankte zusammen mit den Präsidenten der beiden Hochschulen der Stadt Parsberg und dem Markt Lupburg dafür, dass diese die Investitionen für das neue Hochschulgebäude übernehmen. Der Freistaat stellt als Anschubfinanzierung in den kommenden fünf Jahren Mittel in Höhe von 6,6 Millionen Euro bereit, schon im Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen.

Im Vorfeld zum Workshop berichteten Prof. Dr. Ulf Noster und Prof. Dr. Stefan Hierl von der OTH Regensburg sowie Prof. Dr. Ludwig Gansauge von der TH Deggendorf über ihre bisherigen Forschungsfelder, die eigenen Kompetenzen sowie von bestehenden und zukünftigen Projekten der Hochschulen. Vertreter der Firmen analysierten in kleinen Gruppen ihren firmenbezogenen Forschungsbedarf. Die Anregungen und mögliche Synergien wurden im Plenum vorgestellt. „Sämtliche Impulse waren sehr bereichernd und werden in die inhaltliche Planung des Technologiecampus mit einfließen“ so das Resümee von Prof. Dr. Andreas Grzemba. Der thematische Fokus des Campus wird im Fachgebiet Werkstoffe liegen, die beteiligten Firmen und Einrichtungen widmen sich u.a. den Fragen, wie unterschiedliche Materialien in modernen Fabriken mit digitalen Systemen verarbeitet werden können.