Zu hohe Kosten für die Sanierung

Zu hohe Kosten für die Sanierung

Susanne Weigl

Heiße Wortgefechte lieferten sich die Neumarkter Stadträte in ihrer letzten Sitzung, als es um die Freigabe zur Neugestaltung des gut zwei Hektar großen Stadtparks ging. Am Ende entschieden sich die Volksvertreter mit knapper Mehrheit (19:17) gegen diese Maßnahme – vor allem wegen der Kosten. Damit wird der Stadtpark auch in Zukunft in weiten Teilen ein Schattendasein führen und die Gemüter erhitzen. Während sich die Befürworter für ein Naherholungsgebiet mit Erweiterung der Grünflächen sowie einer Renaturierung und Öffnung des Leitgrabens stark machten, war den Gegnern das Projekt schlichtweg zu teuer und nicht den Bedürfnissen angepasst. Statt der angepeilten 5,14 Mio. Euro stiegen die Kosten auf mittlerweile 6,27 Mio. Euro. Dies sei erforderlichen Änderungen durch den Bürgerentscheid im Jahr 2019, unter anderem der Verpflanzung von altem Baumbestand, sowie der allgemeinen Preissteigerung geschuldet. Mit der Absage an das beauftragte Architekturbüro wurden bereits rund 500.000 Euro in den Sand gesetzt. Weitere Forderungen sind zu erwarten.

Für und Wider

„Schade“ kommentierte Martin Meier von der UPW das Resultat. „Die Ausführung eines wunderbaren Naherholungsgebietes mit hohem Freizeitwert inmitten der Altstadt steht nun vor dem Aus“. Dass der Wunsch von 12.000 Bürgern nach einer natürlich gestalteten grünen Oase mit Einbeziehung des Wunder-Parkplatzes ignoriert wird, bedauerte Günther Stagat (SPD). Doch Marco Gmelch (CSU) argumentierte: „Es gibt viele ungeklärte Probleme. Dazu gehören die fehlende Beschattung am Wasserspielplatz oder die Auswirkungen der geplanten Weg-Verschmälerung für Fahrradfahrer“. Seine Parteikollegen hatten sich, mit Ausnahme von Werner Thumann, geschlossen gegen das Projekt entschieden. Ein Dorn im Auge der Räte war zudem die fehlende Kommunikation mit dem „Arbeitskreis Stadtpark“.