950 Jahre St. Willibald Möning

950 Jahre St. Willibald Möning

Den 6. Mai 2021 können sich Mitglieder von St. Willibald und andere Gläubige rund um Möning bereits im Kalender notieren – an diesem Termin soll der eigentlich für Mai 2020 angesetzte Besuch von Bischof Gregor Maria Hanke nachgeholt werden. Aus bekannten Gründen konnten bzw. können zahlreiche für den Sommer angedachte Veranstaltungen, mit denen das 950-jährige Bestehen der Pfarrkirche gefeiert werden sollte, nicht wie geplant stattfinden. Da sich die diesbezüglichen Beschränkungen teilweise wöchentlich ändern, fällt es den Organisatoren aktuell schwer, Prognosen für die Events in der zweiten Jahreshälfte zu geben. Zumindest was die Gottesdienste angeht, kann Pfarrer Ulrich Schnalzger Positives berichten: „Wir hatten in den vergangenen Wochen Gottesdienste im Internet übertragen, einige Gläubige nahmen dieses Angebot wahr anstatt selbst in die Kirche zu kommen – inzwischen nehmen viele von ihnen jedoch wieder persönlich an den Andachten teil.“ Der Mundschutz werde von den Gottesdienstbesuchern als „nerviges“ aber nötiges Utensil akzeptiert.

Die „Jubilarin“ selbst kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: Im 30-jährigen Krieg diente St. Willibald noch als Wehrkirche und war von einer massiven Mauer umgeben. Drei der ehemals vier Wehrtürme in der Mauer mussten im 17. Jahrhundert wegen Baufälligkeit abgebrochen werden, der Verbliebene dient heute als Eingangsportal. Die Idee der gotischen Bauweise, den Blick des Menschen zum Himmel zu lenken, ist in Möning deutlich zu spüren: Der 52 Meter hohe Kirchturm ragt wie ein Zeigefinger nach oben und gilt als Wahrzeichen des Ortes. 1491 aus Sandsteinquadern gebaut, stürzte er im Dreißigjährigen Krieg zur Hälfte ein – der Wiederaufbau erfolgte vermutlich mit „architektonischen Freiheiten“.