Segnung und Schlüsselübergabe Wohnanlage Deininger Weg

Segnung und Schlüsselübergabe Wohnanlage Deininger Weg

Susanne Weigl

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe und dem kirchlichen Segen wurde am Donnerstag das städtische Wohnbauprojekt „Deininger Weg 119 g, h, i“ offiziell seiner Bestimmung übergeben. Im Beisein von Kirchenvertretern und vieler Stadträte begrüßte Oberbürgermeister Thomas Thumann auch Architekt Armand Kühne vom ausführenden Planungsbüro sowie Regierungspräsident Axel Bartelt. Die Regierung der Oberpfalz hat dieses Projekt mit Mitteln aus dem „Kommunalen Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnraum in Bayern“ unterstützt und die Maßnahme mit 1,7 Millionen Euro und einem Darlehen in Höhe von 3,4 Millionen Euro bezuschusst. Die ersten Mieter bezogen ihre Wohnungen bereits am 1. Oktober – insgesamt waren an der Umsetzung 25 Handwerksfirmen beteiligt.

Die zweite Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger freute sich, dass mit diesem Projekt das Angebot der Stadt deutlich ausgeweitet wird. Stadtbaumeister Matthias Seemann ergänzte in diesem Zusammenhang, dass dieser Bau das größte Wohnbauprojekt der Stadt innerhalb der letzten Jahrzehnten darstellt. Derzeit laufen bei der Stadt schon die Arbeiten für das nächste Wohnbaugebiet mit rund 45 Wohngebäuden.

Das Projekt

Innerhalb von gut zwei Jahren entstanden unweit des ASV-Geländes und der Staatlichen Berufsschule 27 Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus. Nach intensiver Vorplanungsphase fand am 23. Juli 2017 der Spatenstich statt. Im Februar 2018 konnte mit Fertigstellung des Rohbaus Richtfest gefeiert werden.

Auf insgesamt 2.000 Quadratmetern Wohnfläche verteilen sich zwei- bis fünf-Zimmer-Wohnungen mit Größen zwischen 50 und 105 Quadratmetern. Durch die Absetzung der drei einzelnen Gebäudeteile mit jeweils separatem Eingang und eigenständigem Treppenhaus ist es städtebaulich gelungen, das eigentlich langgestreckte Wohngebäude kleinteiliger wirken zu lassen. Alle Wohnungen sind barrierefrei konzipiert und mit Holzfußböden sowie hochwärmegedämmten Holzfenstern ausgestattet. Zudem besitzt jede Wohnung einen Balkon bzw. eine kleine Terrasse – auch das sei ein Stück Wohnqualität, so die Planer. Die Fassade ist sehr aufwändig gestaltet, nachhaltig und durch die Verwendung von Weißtanne obendrein auch langlebig. Die Wärmeversorgung wird durch die Stadtwerke Neumarkt mit Hilfe eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) und eines gasbetriebenen Brennwertkessels gewährleistet. Da das Gebäude nicht unterkellert ist, mussten das BHKW und der Pufferspeicher im nicht benötigten Aufzugschacht installiert werden. Der restlichen Komponenten der Heizungsanlage befinden sich im Dachgeschoss.

„Uns war wichtig, bezahlbaren Wohnraum mit hoher Wohnqualität und nachhaltigen Materialien zu schaffen. Aufgrund der Wirtschaftlichkeit wurde auf eine Unterkellerung sowie eine Tiefgarage verzichtet, dafür gibt es 27 oberirdische Stellplätze“, erläuterte Architekt Armand Kühne. „Architektur muss Schutz vor äußeren Einflüssen und Atmosphäre bieten, sensibel auf den Ort und die Umgebung eingehen und dabei gewachsene Strukturen aufnehmen – ich hoffe, dass uns das mit diesem Bau gelungen ist.“