Der alte Kanal in Bildern

Der alte Kanal in Bildern

Historische Bilder des alten Kanals und der Menschen am Kanal kann man noch bis zum 8. November im Foyer der Regierung der Oberpfalz in Regensburg sehen. Die beiden Fotografen Herbert Liedel und Helmut Dollhopf folgten über 40 Jahre den Spuren des beeindruckenden Industriedenkmals und ermöglichen nun mit ihrer Ausstellung einen Blick in die Lebensrealität der Menschen von damals.

Den Ludwig-Donau-Main-Kanal, die Verbindung von Main und Donau, die schon Kaiser Karl der Große 793 mit der Fossa Carolina zu verwirklichen suchte, wurde von König Ludwig I. zwischen 1836 und 1846 verwirklicht. Es war ein Projekt von europäischer Dimension, an das große wirtschaftliche und geopolitische Erwartungen geknüpft waren, die sich aber nicht erfüllten. Zu schnell schritt der technische Fortschritt im beginnenden Zeitalter der Eisenbahn voran. Der ausbleibende wirtschaftliche Erfolg und die daraus resultierende Auflassung des Kanals im Jahr 1950 waren letztendlich ein Glücksfall für die Historiker. Der Kanal präsentiert sich heute – dort wo er noch vorhanden ist – als einzigartiges Monument der frühen Industrialisierung und Zeugnis höchster Ingenieurbaukunst nahe am Originalzustand. Von der ursprünglichen Gesamtlänge von 173 Kilometern sind noch 65 Kilometer zusammenhängende, wasserführende Kanaltrasse vorhanden. 2018 wurde der Kanal von der Bundesingenieurkammer als Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst ausgezeichnet.

Während der alte Kanal heute als einmaliges Wasserbauwerk gilt, zeigt ihn die Foto-Ausstellung im Foyer der Regierung der Oberpfalz als das, was er noch vor wenigen Generationen war: eine Lebens- und Existenzgrundlage für die Menschen in der Region.

Die kostenlose Ausstellung ist für Besucher Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 13 Uhr geöffnet.