Ein Hoch auf Vielfalt, Qualität und Transparenz

Ein Hoch auf Vielfalt, Qualität und Transparenz

Mit einem üppigen Veranstaltungsprogramm und dem Motto „Wir feiern Vielfalt“ präsentiert sich derzeit die 19. Auflage der Bio-Erlebnistage in allen bayerischen Regierungsbezirken. Von Mittel-, Ober- und Unterfranken über Schwaben und die Oberpfalz bis hin zu Nieder- und Oberbayern bietet sich interessierten Bürgerinnen und Bürgern noch bis zum 6. Oktober die Möglichkeit, hinter die Kulissen von Bio-Betrieben zu schauen und in direkten Kontakt mit Erzeugern aus den Bereichen ökologische Landwirtschaft und Lebensmittel-Verarbeitung zu treten. Erst kürzlich konnte der 10.000 Bio-Betrieb in Bayern in der Runde begrüßt werden.

Zur Festveranstaltung mit Verbandskollegen, Bio-Bauern und Politik lud die Landesvereinigung für ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Sonntag in die Festsäle der Residenz. Gastgeber war die Neumarkter Lammsbrauerei. Als Festredner sprang Albert Füracker kurzfristig für die verhinderte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ein. „Jetzt haben sie eine charmante Ministerin erwartet und stattdessen kommt die größte Spaßbremse der Bayerischen Staatsregierung“, witzelte der Finanzminister.

Aktionen im Freistaat

„Vom Korn zum Brot“, „Genuss trifft Tradition“, „Blumenzwiebelmarkt“ oder „Eichelschwein und Biowein“ sind nur einige Beispiele aus der aktuellen Angebotsbroschüre. Cordula Rutz und Hubert Heigl von der LVÖ versprechen einen bunten Strauß an spannenden und informativen Erlebnissen für alle Generationen. Die Themen reichen von trockener Theorie über Mitmachangebote bis zu Betriebsbesichtigungen, Verkostungen und natürlich zahlreiche Feste.

Qualität hat seinen Preis

Hohe Qualität sowie ein Mehr an Tierwohl und Umweltschutz kosten bekanntlich Geld. „Obwohl viele Verbraucher hohe Standards fordern, sind sie nicht bereit, tiefer in die Tasche zu greifen“, so Heigl. „Auf einem 1.000 Euro teuren Grill landen nicht selten Nackensteaks, die billiger sind als Hundefutter.“ Dieses Kaufverhalten bereitet den Bio-Betrieben Kopfschmerzen. Sie wollen mit ihren Aktionen und Vorträgen das Bewusstsein und die Wertschätzung für Lebensmittel schärfen und als Folge das Kaufverhalten ändern. Zudem fordert die LVÖ – ähnlich wie im Frischei-Bereich – die verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft und Haltung von Fleischprodukten sowie den Einsatz von mindestens 30 Prozent Bio-Lebensmittel in Kantinen der öffentlichen Hand.

Weitere Informationen zum Programm gibt es unter: www.bioerlebnistage.de

Text: Susanne Weigl