Großer Bahnhof für einen Bahnhof

Großer Bahnhof für einen Bahnhof

„Ein Bahnhof steht für Ankunft und Abfahrt“, betont Bürgermeister Josef Bauer und spielt damit auf die Tatsache an, dass an diesem Ort zumindest Zugreisende den ersten bzw. letzten „nahen“ Eindruck einer Stadt bekommen. Auch aus diesem Grund begann man am Freitag letzter Woche offiziell mit der aufwändigen Sanierung des Parsberger Bahnhofes, die voraussichtlich bis Ende des nächsten Jahres dauern wird.

Das bestehende Hauptgebäude wird dabei kräftig „herausgeputzt“, wobei im Erdgeschoss ein existierender Imbiss aufgewertet wird. Sitzmöglichkeiten sollen mögliche Wartezeiten überbrücken, grundsätzlich soll die Aufenthaltsqualität für Reisende gesteigert werden. Wenn die Zeit zum Anschlusszug mal etwas länger ausfällt, hätten Bahnfahrer sogar zu gewissen Zeiten die Möglichkeit, in einem großen Lektüre-Repertoire zu schmökern: Im 1. Stockwerk des barrierefreien Hauses ist in Zukunft die kommunale Bibliothek untergebracht. „Das ist etwas Besonderes, die Bücherei direkt im Bahnhof anzusiedeln“, meint Bauer, „wir wurden hier auch von einer Fachstelle für Bibliotheken beraten.“ Zur Sanierungsmaßnahme gehört zudem der Abriss von zwei bestehenden Nebengebäuden – an deren Stellen entstehen Neubauten, wobei im Ostteil zukünftig das existierende Reisebüro und im Westteil unter anderem öffentliche Toiletten untergebracht werden.

Aufgrund der Maßnahmen müssen Bahnhofsnutzer in den nächsten Monaten mit Einschränkungen rechnen, während der Abbrucharbeiten sind zum Beispiel Parkplätze vor Ort nicht nutzbar. „Es wird die Stadt Parsberg viel Geld kosten, allerdings haben wir eine hervorragende Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Förderstellen“, betont Josef Bauer. Die geschätzten Kosten von rund zwei Millionen Euro können vermutlich bis zu 70 Prozent aus unterschiedlichen Förderprogrammen finanziert werden.

Text: Ulrich Badura