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Mittwoch, 1 Februar 2023
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Wo kein Stromkabel hinführt…

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Vortrag über Wasserstoff als Chance für die Wirtschaft

Peter Romir / Ulrich Badura

Wasserstoff gilt als einer der vielversprechenden Ansätze, um die Menschheit unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen: Obwohl er das kleinste bekannte chemische Element ist, kann er Energie speichern und zu späterer Zeit bzw. an anderen Orten wieder abgeben.

„Wir in Bayern können Technik“, ist Stefan Dürr überzeugt. Als Leiter des Bereichs „Technologie und Innovation“ beim Nürnberger „Zentrum Wasserstoff.Bayern“ (H2.B) plädiert er für das vielseitige Element und hält am 11. März für den Landkreis Neumarkt einen Online-Vortrag. Das H2.B ist eine Einrichtung des Freistaates Bayern und berät Betriebe hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten und der Vorteile von Wasserstoff, welcher im Grunde wie ein Akku für regenerativ erzeugte Energien benutzt werden kann. „Die Speicherung ist vergleichsweise einfach und kann letztendlich sogar an Orten erfolgen, wo kein Stromkabel hinführt“, so Dürr – beispielsweise bei alleinstehenden Windkraft- oder Photovoltaikanlagen, welche nicht ans übergreifende Stromnetz angeschlossen werden können.

Beim Prozess der sogenannten Elektrolyse wird Energie verwendet, um Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten, wobei letzterer einen großen Teil der dafür aufgewendeten Energie speichert und später wieder abgeben kann – zum Beispiel um Gebäude zu heizen oder Motoren anzutreiben. Schon jetzt sind in einigen europäischen Städten Linienbusse mit Wasserstofftanks unterwegs. „Beim Betrieb bleibt als ‘Abgas’ letztendlich nur Wasser übrig – z.B. in Form von kleinen Dampffahnen oder Kondenswassertropfen.“

Natürlich gibt es noch viel zu forschen und zu verbessern – etwa beim Wirkungsgrad: Bei der Speicherung in Wasserstoffform und der Rückumwandlung geht momentan insgesamt rund 50 Prozent der Energie verloren. „Das kann man nicht wegreden“, meint Dürr „die Effizienz der Elektrolyse wird sich aber noch verbessern – und vor allem wird die momentan noch nicht günstige Technik mit der Zeit erschwinglicher.“ Das verändere dann auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis für alle, welche mit Wasserstofftechnologie arbeiten wollen. Dürr ist sich sicher: Wasserstoff ist in Zukunft eines der Elemente, welches dabei hilft, Energieerzeugung und CO²-Ausstoß stärker voneinander zu trennen. Bereits jetzt berge die Technologie aber Chancen für kleine und mittlere Unternehmen. Am Zentrum Wasserstoff.Bayern, welches auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg beheimatet ist, hätten sich mittlerweile viele Firmen vernetzt, welche Wasserstoff bislang gar nicht explizit als „Energie-Werkzeug“ auf dem Radar hatten.

Dabei gebe es zahlreiche Anknüpfungspunkte – und sei es in der Frage, wie die Firmengebäude beheizt werden. Im Anschluss an den Online-Vortrag von Stefan Dürr, welcher am Donnerstag dieser Woche um 15.30 Uhr stattfindet, gibt es deshalb auch noch Infos für einen Einsatz der Technologie bei Blockheizkraftwerken. Die Anmeldung ist möglich unter www.wirtschaft-neumarkt.de

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