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Dienstag, 6 Dezember 2022
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Wenn das Büro neben der Küche Steuern spart

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Kommt die Home-Office-Pauschale in Bayern und Hessen?

Anlässlich aktueller Medienberichte, wonach der Bund die Arbeit im Home-Office steuerlich attraktiver machen möchte, äußerten sich vergangene Woche Bayerns Finanzminister Albert Füracker und Hessens Finanzminister Michael Boddenberg: „Wir begrüßen die gegenwärtige Diskussion und die scheinbar vorhandene Bereitschaft, den steuerlichen Abzug für die Arbeit im Home-Office auf einfache Weise zu ermöglichen.“

Schon jetzt gibt es im Steuer-recht Abzugsmöglichkeiten für Arbeitszimmerkosten, diese sollen mit einer „Einfachvariante“ ergänzt werden und vor allem denjenigen zugutekommen, die nicht die Möglichkeit haben, ein eigenes Arbeitszimmer einzurichten. Eine entsprechende Initiative brachten die Minister bereits im September in den Finanzausschuss des Bundesrates ein. Die „Homeoffice-Pauschale“ könne laut den beiden Politikern bereits ins Jahressteuergesetz 2020 aufgenommen werden, ein gemeinsames Konzept dafür liege auf dem Tisch. „Von unseren Plänen würden sehr viele Menschen in Deutschland, insbesondere während der Corona-Pandemie, profitieren“, so Füracker und Boddenberg.

Home-Office bringe in aller Regel viele Vorteile mit sich, z.B. die Einsparung von Fahrtkosten und -zeit. Jedoch entstünden daheim auch zusätzliche Kosten, welche nach den aktuellen steuerlichen Regelungen unter Umständen nicht abgezogen werden können – zum Beispiel, weil der heimische Arbeitsplatz gewisse Voraussetzungen nicht erfüllt. Unter anderem im Bereich IT-Sicherheit müssten Systeme im Home-Office nicht selten nachgerüstet werden. „Wir möchten deshalb, dass die Home-Office-Kosten unbürokratisch bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden können. Unser Vorschlag: Wer im Home-Office arbeitet, soll für jeden vollen Tag einen Pauschalbetrag von 5 Euro, maximal 600 Euro im Jahr als Werbungskosten geltend machen können. Diese werden abgezogen, wenn sie zusammen mit den weiteren Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro übersteigen“, so der Plan der beiden Finanzminister.

Um die Pauschale zu erhalten, solle der Arbeitsplatz in der Wohnung keine besonderen Voraussetzungen erfüllen müssen. Ob am Küchentisch, in einer Arbeitsecke oder in einem getrennten Raum gearbeitet wird, dürfe dafür keine Rolle spielen. „Der gemeinsame Vorschlag aus Bayern und Hessen trägt zur Steuervereinfachung bei und kann helfen, die in der gegenwärtigen Praxis häufigen Konflikte mit dem Finanzamt bei den Arbeitszimmerkosten zu beseitigen. Die neue Regelung würde also beiden Seiten helfen: Der Bürger hätte weniger Bürokratie beim Ausfüllen der Steuererklärung und auch die Finanzämter würden entlastet“, so Albert Füracker und Michael Boddenberg.

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