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Donnerstag, 29 Februar 2024
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Wasser kommt immer wieder… oder nicht?

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Kleine Entscheidungen im Alltag entlasten die Grundwasservorräte

Am 22. März wird der Internationale Weltwassertag gefeiert, welcher 1992 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Im Fokus soll dabei das Ziel stehen, bis 2030 allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen zu gewährleisten. Vom 22. bis zum 24. März wird es dazu eine Wasserkonferenz in New York geben.

Auch im bisher wasserreichen Freistaat Bayern wird das Wasser allmählich knapper. Die vergangenen Winter waren zu trocken und zu schneearm, wodurch aktuell 61 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und Quellen niedrige oder sehr niedrige Grundwasserstände aufweisen. In den tieferen Grundwasser-Stockwerken zeigen 71 Prozent der Messstellen eine Niedrigwassersituation. Auch bei den Grundwasserpegeln im Landkreis Neumarkt und benachbarten Regionen gibt es derartige Entwicklungen – viele Karstgrundwasserspiegel sind laut Wasserwirtschaftsamt seit 2011 um bis zu 10 Meter abgesunken.

Laut Forschern hat die Erde über Millionen Jahre hinweg etwa ein Viertel des ursprünglich vorhandenen Wassers tatsächlich verloren – durch Verdampfung im Weltall bzw. durch Einbringung in Mineralien im Erdinneren. Für die Gegenwart ist die entscheidende Frage vor allem: Wie schnell bzw. wohin kommt Wasser „zurück“? Wenn dieses z.B. in Tonschichten versickert, kann es aufgrund der Materialbeschaffenheit schlecht an die Oberfläche geholt und genutzt werden. Bei Starkregen fließt viel Wasser über Flüsse ab, anstatt die örtlichen Grundwasserreservoirs aufzufüllen.

Damit sich die Vorräte im Untergrund regenerieren können, ist Wassersparen das Gebot der Stunde. Die Neumarkter Kreisgruppe des Bund Naturschutz betont, dass es dafür viele Ansätze gibt: Für Gartenbesitzer empfehlen sich Regentonnen, welche im Optimalfall auch die Wasserrechnung entlasten. Auch beim Kauf von Konsumgütern kann Einfluss genommen werden: Für die Herstellung einer Getränkedose würden z.B. rund 25 Liter Wasser benötigt, in einem Kilo Import-Tomaten steckten etwa 40 Liter Wasser, in einem Kilo Rindfleisch 5000 Liter. Auch Stromsparen könne helfen, den Wasserverbrauch zu senken, da ein großer Teil des Wassers in Deutschland zum Kühlen in Wärmekraftwerken genutzt werde.

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