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Freitag, 7 Oktober 2022
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Wald und Wild im Einklang

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Datenerhebung zum Forstgutachten startete auf dem Buchberg

Wie stark ist der Verbiss von Wildtieren in den hiesigen Wäldern? Mitarbeiter der Forstverwaltung in Bayern gehen aktuell dieser Frage nach und suchen an 22.000 Aufnahmepunkten im Freistaat nach dementsprechenden Spuren an Bäumen. Die erhobenen Daten fließen dann in die „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ ein. Am Buchberg fiel nun der Startschuss für die Untersuchungen im Landkreis Neumarkt, Corona-bedingt allerdings ohne die ursprünglich geplante öffentliche Veranstaltung.

„Uns ist größtmögliche Transparenz und umfassende Information der beteiligten Jagdgenossenschaften, Revierpächter und Eigenjagdbesitzer sehr wichtig“, betont Forstdirektor Harald Gebhardt. Gerade in Zeiten der Klimakrise sei es von existenzieller Bedeutung, die Wälder für nachfolgende Generationen zu bewahren. Dies gelinge nur, wenn gemischte, stabile, gesunde und leistungsfähige Wälder möglichst ohne Schutzmaßnahmen geschaffen und erhalten werden. Deswegen seien die Forstlichen Gutachten unverzichtbar, „denn sie zeigen objektiv und transparent, wo Wald und Wild im Einklang stehen und wo es noch Handlungsbedarf gibt.“ Das Gutachten soll eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für die Abschussplanung sein.

Ein Blick auf die Ergebnisse von 2018

Die Datenerhebung findet alle drei Jahre statt. Die Ergebnisse der Verjüngungsinventur 2018 sowie die Wertungen der Verbiss-Situation zeigen auf, dass zuletzt vier der 16 Hegegemeinschaften im Landkreis als „tragbar“, elf als zu „hoch“ und ein Revier im Hinblick auf den Verbiss als „deutlich zu hoch“ eingestuft wurden. Dabei bedeutet z.B. „tragbar“, dass Schalenwildverbiss zwar an allen vorhandenen Baumarten vorkommt, die Wuchsverzögerung der stärker durch Verbiss gefährdeten Baumarten aber noch tolerierbar ist. Die Einstufung „zu hoch“ sagt aus, dass in dem Gebiet manche Baumarten durch starken Verbiss so geschwächt sind, dass sie auf längere Sicht von anderen Baumarten mit weniger Verbiss verdrängt bzw. überwachsen werden. Diese Klassifizierungen haben Auswirkungen auf die Abschussempfehlungen in den betroffenen Revieren.

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