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Montag, 8 August 2022
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Tauben mit Taktgefühl

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Am Möninger Berg entstand ein Musikvideo für ein Friedenslied

Es gibt Symbole, die mehr oder weniger weltweit eine ähnliche Bedeutung haben: Das Herz als uraltes Zeichen für die Liebe kommt da in den Sinn, aus den moderneren Zeiten vielleicht ein „Smiley“ als Hinweis auf Amüsiertheit oder Ironie. In zahlreichen Kulturen gilt zudem die weiße Taube als Symbol des Friedens – und vor wenigen Tagen war der Möninger Berg ganz besonders „friedvoll“.

Foto FMR

Auf der Erhebung im Gemeindegebiet von Freystadt entstand ein Musikvideo mit dem Titel „Doves of Peace“ („Tauben des Friedens“). Die aus dem Landkreis Roth stammende Margit Groß hatte den Song bereits vor 23 Jahren geschrieben – familiäre Verbindungen in die Oberpfalz ließen sie schließlich auf die idyllische Landschaft rund um Möning aufmerksam werden. So wurde die Lichtung an der Bergkirche Anfang Oktober zum Drehort für eine Produktion mit tierischen und menschlichen Mitwirkenden.

Als Interpretin konnte Rebecca Brinkmann gewonnen werden, welche unter anderem im fränkischen Raum schon auf zahlreichen Bühnen zu sehen war und die Texte für das auf dem Faber-Castell-Schloss aufgeführte Musical „Generation Ottilie“ geschrieben hatte. Am Möninger Berg konnte sich die Sopranistin jedoch ganz auf ihren Gesangspart konzentrieren. „Das ist ein Lied, hinter dem ich inhaltlich guten Gewissens stehen kann“, betonte die ausgebildete Musical-Darstellerin in einer kurzen Drehpause.

„Doves of Peace“ stellt die Friedensbotschaft und den Respekt vor lebenden Wesen aller Art in den Fokus. Die titelgebenden Vögel waren dann auch in größerer Anzahl bei den Dreharbeiten anwesend: Über 90 weiße Brieftauben hatte der Züchter Manfred Nagel aus Möning mit seinen Söhnen für die Aufnahmen mitgebracht, um sie an einer bestimmten Stelle im Refrain des Liedes steigen zu lassen. „Eine weite Reise haben sie nicht vor sich“, erklärte Nagel, „von hier oben bis zu ihrem Taubenschlag sind es nur etwa 500 Meter Luftlinie.“

Ob die Vögel nach Hause finden würden, war bei den Filmarbeiten also nicht die große Frage – ob sie im geplanten Augenblick möglichst „telegen“ gen Himmel aufsteigen würden schon eher. Doch Züchter Manfred Nagel bescheinigt seinen Brieftauben ein gutes Gespür für den Moment. „Ich hatte mal einige bei einer Beerdigung steigen lassen wollen. Als ich am Grab den Korb öffnete, flogen die Tauben aber nicht wie sonst z.B. bei Hochzeiten sofort in die Lüfte, sondern verharrten ganz ruhig – gerade so als ob sie spürten, dass hier Menschen in Trauer um einen Angehörigen sind.“

Der Start der größten Taubengruppe wurde dann gleich mit mehreren Kameras gefilmt, um beim Schnitt des Musikvideos auf möglichst viele Perspektiven zurückgreifen zu können. Und auch hier bewiesen die gefiederten Darsteller wieder einmal gutes Gespür: Als Rebecca Brinkmann ihre helle Stimme zum langgezogenen Wort „Fly“ ansetzte, mischte sich zu dem aus den Lautsprechern klingenden Playback eifriges Flügelflattern. Vom sonnenbeschienenen Möninger Berg erhob sich die Friedensbotschaft gleich doppelt in die Lüfte – zum einen als Gesangsschallwellen, zum anderen in Form der bekannten tierischen Symbole.

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