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Samstag, 1 Oktober 2022
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Größtes Holz-Stroh-Haus in Süddeutschland steht in Plankstetten

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Im Kloster wurde Richtfest gefeiert

„St. Wunibald ist jetzt das größte Holz-Stroh-Haus Süddeutschlands. Mit der Verwendung von Bio-Stroh aus der klostereigenen Landwirtschaft und Bauholz aus dem eigenen Klosterforst sowie Lehm aus der Umgebung werden eigene Ressourcen vorbildlich genutzt und Transportwege minimiert. Der Neubau des Hauses St. Wunibald im Kloster Plankstetten ist ein Leuchtturm der Nachhaltigkeit und fügt sich perfekt in das denkmalgeschützte Ensemble ein“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker beim Richtfest für den Neubau St. Wunibald im Kloster Plankstetten am vergangenen Samstag fest.

„Das fast 900 Jahre alte historische Benediktinerkloster ist ein erhaltenswerter und traditionsreicher Bestandteil unserer Heimat Bayern, der zugleich Fortschritt und Nachhaltigkeit vorlebt. Der traditionelle Baustoff Stroh erfüllt zahlreiche Kriterien eines modernen und nachhaltigen Dämmstoffs und gewinnt heute wieder zunehmend an Bedeutung“, so Füracker.

Das neue Gebäude, das am Standort der ehemaligen Turnhalle errichtet wurde, erfüllt zukünftig mehrere wichtige Funktionen – nicht nur für das Kloster. Es wird neben Büroräumen der Pfarrei auch den Abt-Maurus-Kindergarten der Stadt Berching sowie 30 Einzelzimmer für Gäste des Klosters beherbergen. „Durch die Besinnung auf benediktinische Traditionen steht das Kloster Plankstetten heute nicht nur wirtschaftlich auf eigenen Füßen,“ merkte Füracker an, „es lebt auch vor, in welchem Geiste Nachhaltigkeit steht.

Die klösterlichen Betriebe wurden in den letzten Jahrzehnten konsequent auf ökologischen Landbau umgestellt und ein regionaler Wirtschaftskreislauf aufgebaut. Bildung steht mit dem Bildungshaus und der zum Teil öffentlichen Klosterbibliothek weiterhin im Mittelpunkt des Klosterlebens. Seit 1998 läuft eine Gesamtsanierung der Klosteranlagen in mehreren Bauabschnitten mit Kosten von fast 50 Millionen Euro mit Förderung von Freistaat, Bund und EU.

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