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Mittwoch, 19 Juni 2024
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Nun kommt Strom vom Balkon

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Landkreisbewohner erhielten Solaranlagen aus Sammelbestellung

Bereits im vergangenen Juli wurde auf Initiative der Landkreis-Klimaschutzmanagerin Kathrin Kimmich eine Sammelbestellung für Balkonsolaranlagen gestartet, Bewohner der Gemeinden konnten sich daran beteiligen. Die Anlagen stammen von einem der wenigen verbliebenen deutschen Hersteller im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Bei den Wechselrichtern, welche ebenfalls von einer deutschen Firma produziert werden, fehlte jedoch ein kleiner Chip aus Asien. Und dieser ließ über ein halbes Jahr auf sich warten.

Die Geduld der Interessenten, die gehofft hatten, den Sommer über bereits mit ihrer Balkonsolaranlage Strom zu sparen, war nahezu am Ende. Am Dienstag vergangener Woche wurden die Anlagen schließlich auf dem Schotterparkplatz zwischen Neuem Markt und Neumarkter Lammsbräu an ihre neuen Eigentümer verteilt. Insgesamt 35 Anlagen wurden bei kalten Temperaturen und Nieselregen ausgegeben. Viele der Besteller kamen mit Kombis, einige mit Anhänger. Nichtsdestotrotz war es oft Millimeterarbeit, die doch ziemlich breiten Module in die Autos zu verfrachten. Die Freude, die Systeme nach der langen Wartezeit endlich zu erhalten, war dennoch groß.

Nun bleibt zu hoffen, dass es nicht erst im nächsten Frühling sonnige Tage gibt, welche Ertrag bringen. Antje Langnickel, eine Mitarbeiterin der Herstellerfirma, berichtete von ihrer eigenen Anlage, welche sie bereits seit mehreren Jahren in Betrieb hat. Diese erwirtschafte pro Jahr im Schnitt ca. 600 kWh. Bei einem Strompreis von 40 ct. sind das rund 240 € Ersparnis im Jahr, damit amortisiere sich eine solche Anschaffung innerhalb von 6 bis 7 Jahren.

Bei den 13 Bestellern, welche aus Postbauer-Heng, Pyrbaum oder Mühlhausen stammen, gibt es zusätzlich eine kommunale Förderung, welche die Amortisationszeit auf knapp 5 Jahre verkürzt. Die Anlagen haben eine geschätzte Lebensdauer von 20 Jahren, deutsche Modelle sind jedoch um einiges teurer als asiatische Produkte.

Mit Aufstellen der Anlage und Stecker einstecken ist es leider nicht getan. Man braucht sowohl eine besondere Steckdose, als auch den richtigen Zähler, den man sich gegebenenfalls noch vom Netzbetreiber setzen lassen muss. Für eine zweite Sammelbestellung von Balkonsolaranlagen im Frühjahr 2023 gibt es bereits ca. 20 Interessenten. Wer Interesse hat, kann sich bei der REGINA GmbH vormerken lassen.

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